Titelaufnahme

Titel
Theorie und Praxis in der Kommunikation mit Migranten/innen bei der medizinischen Versorgung : Status quo: Dolmetschen am Beispiel der Marienambulanz Graz / vorgelegt von Sylvia Anita Lisa Werner
Verfasser/ VerfasserinWerner, Sylvia Anita Lisa
Begutachter / Begutachterinvan Lawick Brozio Heike
Erschienen2014
Umfang210 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Kommunaldolmetschen / Krankenhaus / Kommunaldolmetschen / Krankenhaus / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-62917 Persistent Identifier (URN)
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Theorie und Praxis in der Kommunikation mit Migranten/innen bei der medizinischen Versorgung [6.32 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, wie in einer medizinischen Einrichtung mit nicht-deutschsprachigen Patienten/innen kommuniziert wird und wie die Kommunikation ? mit oder ohne Sprachmittler/in ? funktioniert. Eine schriftlich protokollierte Feldstudie, die in der Caritas Marienambulanz in Graz durchgeführt wurde, als auch ein von den Mitarbeitern/innen ausgefüllter Fragebogen dienen zur Beantwortung dieser Fragestellung. Vor dem Hintergrund des Zuwachses an Migranten/innen und Sprachen, die in Graz gesprochen werden, wird in erster Instanz die Migration untersucht und schließlich erörtert, welche Auswirkungen die Zuwanderung nicht-deutschsprachiger Patienten/innen auf medizinische Einrichtungen in der Steiermark hat. Des Weiteren wird Bezug auf den kommunikativen Prozess im Allgemeinen und die diskursspezifische Kommunikationspraxis im Behandlungszimmer zwischen Arzt/Ärztin, Patient/in und gegebenenfalls Sprachmittler/in im Besonderen genommen, wenn eine/r der Akteure/innen nur unzureichende Deutschkenntnisse besitzt. Hier werden auch Aspekte wie Körpersprache, kulturelle und migrationsspezifische Unterschiede in der Kommunikation berücksichtigt. Die Untersuchung ergab, dass die Sprachenvielfalt, die in der Marienambulanz vorherrscht, die geringen finanziellen Mittel, die dieser Einrichtung zur Verfügung stehen sowie die Spontanität, mit der Patienten/innen zu einer medizinischen Erstversorgung gehen, das Angebot an professionellen qualifizierten Dolmetschern/innen erschweren und den Einsatz nicht-professioneller Laiendolmetscher/innen begünstigen.

Zusammenfassung (Englisch)

This study focuses on a particular medical institution, Caritas Marienambulanz (primary health care centre for the uninsured) to describe the process and results of the communicative interactions between the staff and non-German speaking patients. The data for the description are taken from a field study and a questionnaire which was filled out by the staff. Firstly, migration is discussed in the context of increasing immigration observed in Graz and the consequent rise in the number of languages spoken in the city. Next, the effects of the immigration of non-German speaking patients on medical institutions in Styria are discussed. In addition, the study focuses on the communicative process in general, with particular attention given to discourse-specific communication practices between doctor and patient ? sometimes involving a language mediator ? which occur when one of the actors in the examination room has insufficient German skills. Aspects such as body language, cultural and communication differences specific to certain groups of migrants are taken into account. The study concludes that the linguistic diversity present at the Marienambulanz, the minimal financial resources which the institution has at its disposal and the fact that patients decide to go to the primary health care centre spontaneously, are all factors which hinder the provision of professional, qualified interpreters and which encourage the use of non-professional, lay interpreters.