Titelaufnahme

Titel
Johann Georg Plazer : das mythologische und allegorische Werk / vorgelegt von Joachim Rathgeb
Verfasser/ VerfasserinRathgeb, Joachim
Begutachter / BegutachterinPochat, Götz
Erschienen2014
Umfang232 Bl. : 2 Bl. Zsfassung. 1 CD-ROM "Inernetquellen" ; zahlr. Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung dt. u. engl.
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
SchlagwörterPlatzer, Johann Georg / Platzer, Johann Georg / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-62679 Persistent Identifier (URN)
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Johann Georg Plazer [24.41 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Wie zwiespältig das Verhältnis der Kunstgeschichte bezüglich dieses (Süd)Tiroler Malers J. G. Plazers war bzw. ist, zeigt schon die Tatsache, dass es nicht einmal über die Schreibweise des Nachnamens einen Konsens gibt. Ebenso kontrovers diskutiert ist die Dauer seines Schaffens, zehn oder 25 Jahre. Was zwang ihn eigentlich zur Rückkehr in seine Heimat, ein Schlaganfall, Parkinson oder doch ein sittenwidriger Skandal?Sein Malstil wurde maßgeblich von der »k. k. Hofakademie der Maler, Bildhauer und Baumeister« und ihrer franko-flämischen Ausrichtung geprägt und stellt innerhalb der spätbarocken Wiener Kabinettmalerei eine einzigartige Symbiose der feinmalerischen Antwerpener Kleinmeister des 17. Jh., der rudolfinischen Malerei um 1600 und der watteauschen Kunst vom Beginn des 18. Jh. dar. Technik, Malstil, Detailfreude und Kolorit übernahm er von den niederländisch-böhmischen Manieristen und dem von ihm präferierten Bildtypus des Gesellschaftsbildes von der modernen französischen Malerei. Sein Werk atmet einen gewissen l'esprit française, was in dieser Form und Ausprägung einzigartig im Wien seiner Zeit ist.Als rasch etablierter Modemaler der höheren Gesellschaftsschichten, gerieten seine Werke, verglichen an den aufkommenden klassizistischen Normen in die Kritik. Plazer zählt nicht zu den großen innovativen Künstlern, doch ist er eine interessante Erscheinung seiner Zeit und gehört zu den führenden Meistern des »Wiener Gesellschaftsbildes« der 1730er Jahre.Die Arbeit gliedert sich in einen biographischen und kunsthistorischen Teil. Der erste behandelt die Biographie Plazers und seine Familie. Im zweiten wird die Technik, der Malstil und die Chronologie an Hand von Beispielen aus Mythologie und Allegorie beleuchtet. Angeschlossen der Katalog mit den Abbildungen, gefolgt von den Transkripten der Quellen. Schließen möchte ich mit den Worten K. Woermanns: »Die Untersuchungen über die Künstlerfamilie Platzer können noch nicht als abgeschlossen angesehen werden.«

Zusammenfassung (Englisch)

The relationship of art history to the South-Tyrolean painter J. G. Plazer has been controversial. No consensus has been found on how to write his name, neither is it clear how long he worked as a painter (10 or 25 years).What were the reasons for him to return to his home country, a stroke, Parkinson or a scandal he was involved in? His painting style was mainly influenced by the "k. k. Hofakademie der Maler, Bildhauer und Baumeister" and its Franco-Flemish orientation. Among the late Baroque Viennese cabinet paintershis style forms a unique symbiosis between Antwerp masters of the 17th century, the Rudophinepainters around 1600 and the art around Watteau at the beginning of the 18thcentury. Technique, painting style, attention to detail and lively colours he took from Dutch-Bohemian mannerists and his preferred type of painting, genre scenes, from modern French painting. A certain esprit française can be found in his works, which is extraordinary in Vienna of his time.Plazer soon became a renown painter for upper society. Compared to neo-classicalstandards his works were remarkable for their lively colours and mannerism style and brought negative criticism to some extent still existing today. Plazer is not among the great innovative artists of late Baroque Austrian painting, nevertheless he is an interesting artist of his time and the leading master of Viennese conversation pieces of the early 18th century.This work is divided into two parts, biography and art history. The first part deals with Plazer's biography and his family. In the second part technique, painting style and chronological ranking are critically examined taking examples from mythology and allegory. At the end there is the catalogue with pictures and transcripts of the sources.I would like to conclude with K. Woermann: "The studies on the artistic family Platzer cannot be considered as completed."