Titelaufnahme

Titel
Between 'Transparent' translation and intermedial transposition : forms and functions of ekphrasis in Michael Field's sight and song / vorgelegt von Judith Maria Brand
Verfasser/ VerfasserinBrand, Judith Maria
Begutachter / BegutachterinMahler, Andreas
Erschienen2014
UmfangIII, 101 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Field, Michael <Sight and song> / Ekphrasis / Field, Michael <Sight and song> / Ekphrasis / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-62500 Persistent Identifier (URN)
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Between 'Transparent' translation and intermedial transposition [1.05 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der Ekphrasis, der verbalen Repräsentation von visueller Repräsentation, im Gedichtband "Sight and Song" (1892) des britischen Dichters ?Michael Field? (das Pseudonym von Katherine Bradley und Edith Cooper). Sie vertritt die These, dass Bradley und Cooper über weite Strecken die Bilder, die ihren Ekphrasen zu Grunde liegen, als bloße Vorlage nutzen, um eigenständige Kunstwerke zu produzieren, die sich ihrer eigenen Medialität bewusst sind und sich Mediendifferenzen zwischen Text und Bild gekonnt zu nutze machen. Dies ist deshalb überraschend, weil die Dichter selbst im Vorwort zum Band ihr Vorhaben als eine "method of art-study" bezeichnen, der es lediglich um eine objektive Übersetzung und transparente Wiedergabe von Bildern in Gedichtform geht. Im Theoriekapitel führt die Arbeit an den Begriff der Ekphrasis im Kontext von Text-Bild-Beziehungen und Intermedialitätsforschung heran. Darüber hinaus entwickelt sie ein Spektrum ekphrastischen Transfers, bei dem an einem Ende die Kategorie der ?transparenten? Übersetzung und am anderen Ende die Kategorie der intermedialen Transposition steht. Das Kapitel schließt mit einer Übersicht der Unterschiede zwischen Text und Bild, das neben transhistorischen Auffassungen auch die Sichtweise des späten 19. Jh. auf dieses Thema wiedergibt. Im zweiten Teil der Arbeit wird zuerst "Sight and Song" im Kontext der spätviktorianischen Zeit (sowie der französischen Strömung des Parnasse) verortet. Anschließend werden fünf Gedichte einer detaillierten Analyse unterzogen, bei der das Augenmerk vor allem auf der Position des jeweiligen Gedichts auf dem ekphrastischen Spektrum liegt, sowie auf den Techniken, die es anwendet, um das eigene mediale Potential zu unterdrücken oder hervorzuheben. Dabei zeigt sich, dass Michael Fields Gedichte auf den ersten Blick zwar wie bloße, "kunstlose" Übersetzungen wirken, bei genauerem Hinsehen jedoch auf subtile Art und Weise Medialität inszenieren.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the phenomenon of ekphrasis, the verbal representation of visual representation, in the poetry collection "Sight and Song" (1892) by the British poet ?Michael Field? (a pseudonym of Katherine Bradley and Edith Cooper). It puts forth the thesis that Bradley and Cooper, for the most part, merely use the images upon which their ekphrases are based as pretext to produce autonomous works of art which are aware of their own mediality and employ media differences between text and image to their advantage. This is surprising because the poets themselves describe their endeavour in the preface to the volume as a "method of art-study" that is merely interested in the objective translation and reproduction of images in the form of poems. The theoretical chapter introduces the concept of ekphrasis in the context of text-image relations and intermediality studies. Moreover, it develops a spectrum of ekphrastic transfer, with, at the one end, the category of transparent translation, and, at the other end, the category of intermedial transposition. The chapter closes with an outline of medial differences between text and image, both from a transhistorical perspective as well as from the nineteenth century?s own point of view. In the thesis?s second part, "Sight and Song" is first placed in the context of the late Victorian era (as well as the French movement of Parnassianism). Subsequently, five poems are analysed in detail, the focus lying on their position on the ekphrastic spectrum as well as the techniques they use to highlight or suppress their own medium?s potential. In conclusion the thesis emphasises that while Michael Field?s poems may at first sight appear to be mere ?artless? translations, on closer inspection, they reveal themselves to stage mediality in numerous subtle ways.