Titelaufnahme

Titel
Welche Nisthilfen bevorzugt die Haselmaus (Muscardinus avellanarius; Gliridae)? / vorgelegt von Ulrike Odreitz
Verfasser/ VerfasserinOdreitz, Ulrike
Begutachter / BegutachterinHolzinger, Werner
Erschienen2014
Umfang70 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) ; graph. Darst., Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Kärnten <Süd> / Haselmaus / Nestbau / Kärnten <Süd> / Haselmaus / Nestbau / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-62142 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Welche Nisthilfen bevorzugt die Haselmaus (Muscardinus avellanarius; Gliridae)? [2.88 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Im Rahmen dieser Arbeit soll die Verbreitung der Haselmaus (Muscardinus avellanarius) in Südkärnten (Umgebung von Ferlach) entlang eines Höhengradienten in unterschiedlichen Lebensraumtypen dokumentiert werden und es soll geklärt werden, welche künstlichen Nisthilfen von Haselmäusen (bevorzugt) genutzt werden.Die europaweit streng geschützte Haselmaus gilt in Kärnten und Österreich als ungefährdet. In Kärnten kommt sie in allen Landesteilen vor, genaue Verbreitungsdaten gibt es allerdings nicht. Im Zuge dieser Arbeit wurden zehn Waldflächen im Raum Ferlach, welche unterschiedliche Lebensraumtypen repräsentieren, mittels Fraßspurensuche an Haselnüssen auf das Vorkommen von Haselmäusen hin untersucht. Des Weiteren wurden in zwei dieser Flächen an je 10 Punkten vier unterschiedliche Nisthilfen-Typen ausgebracht und von Mai bis November 2013 in zweiwöchigem Abstand kontrolliert. Pro Punkt wurden zwei Stück jedes Nisthilfentyps exponiert. 50 Prozent der Nisthilfen wurden zusätzlich "imprägniert", um zu klären, ob Nisthilfen durch die Imprägnierung attraktiver sind als nicht imprägnierte Nisthilfen. Durch die Fraßspurensuche gelang in 9 der 10 Flächen der Nachweis von Haselmäusen. Neben Nistkästen und Niströhren, für die aus der Literatur bereits eine hohe Akzeptanz belegt ist, werden auch Grasnester gut angenommen. Halbhöhlen, die eine vergleichsweise große Öffnung aufweisen, werden hingegen gemieden. Die Imprägnierung der Nisthilfen hatte keinen Einfluss auf deren Besiedelung. Niströhren wurden von den Haselmäusen eindeutig präferiert und über die gesamte Aktivitätsperiode genützt, Wurfnester wurden allerdings ausschließlich in Nistkästen gefunden. Grasnester wurden ausschließlich im Juli und August genutzt, können aber dennoch wichtige Informationen bezüglich des Vorkommens von Haselmäusen liefern. Ob eine Nisthilfe besiedelt wird, hängt zudem von der Anzahl an Gehölz- und Nahrungspflanzenarten in der näheren Umgebung ab.

Zusammenfassung (Englisch)

Within this master thesis, the local distribution of the hazel dormouse (Muscardinus avellanarius) in Southern Carinthia (Austria) is investigated in different habitat types along an altitudinal gradient. Furthermore, the acceptance of four different types of man-made nest boxes is studied. The hazel dormouse is a protected species of the Annex IV of the EU habitat directive. It is widespread in Carinthia, but detailed data on regional distribution are still absent. Within this project, the presence of hazel dormice was studied in 10 forest sites in the surroundings of Ferlach by searching for gnawed hazel nuts. Furthermore, in two of those sites, four different types of nest boxes were exposed from the beginning of May to the beginning of September 2013 and controlled every two weeks. On each site ten plots were studied, with two boxes per type and per plot. Half of the boxes were impregnated to see, if dormice prefer impregnated boxes or not. The study of the gnawed hazel nuts showed that hazel dormice were present in 9 out of 10 forest sites. Nest boxes, nest tubes and herbage nests were used by hazel dormice, while they avoided shelter caves with large entrance holes. The impregnation did not show any influence on the utilization of the different types of nest boxes. Hazel dormice preferred nest tubes, as they were used during the whole activity period, but breeding only took place in nest boxes. Herbage nest were exclusively colonized during July and August. However, the use of herbage nests may also provide important information on the presence of hazel dormice. Furthermore, the utilization of nest boxes is dependent on the number of wooden plant species and the number of food plant species in the surrounding of the nest boxes.