Titelaufnahme

Titel
Mindestlohn im Rechtsvergleich Österreich und Deutschland : Kollektivvertragliche Gestaltung und gesetzliche Ansätze / Biljana Milanovic
Weitere Titel
Comparative law of minimum wage in Austria and in Germany : the setting of collective agreement and legal approach
Verfasser/ VerfasserinMilanovic, Biljana
Begutachter / BegutachterinFriedrich, Michael
Erschienen2014
Umfang73 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Deutschland / Mindestlohn / Österreich / Deutschland / Mindestlohn / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-62093 Persistent Identifier (URN)
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Mindestlohn im Rechtsvergleich Österreich und Deutschland [0.34 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Aktualität und Bedeutung dieser wirtschaftspolitischen Diskussion, die den Schwerpunkt von Wachstums- und Beschäftigungssicherung hin zu sozialer Gerechtigkeit und Verteilung innehält, veranlasst eine wissenschaftliche Abwägung zwischen kollektivvertraglicher Ausgestaltung und Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes in Österreich und Deutschland. Gegenstand dieser Untersuchung ist die Darstellung der Festsetzungsmethoden der derzeitigen Regelung bezüglich des Mindestlohnes und die Auseinandersetzung damit, ob ein gegenständlicher Handlungsbedarf für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes besteht. Neben vielen Parallelen gibt es auch einige wesentliche Unterschiede zwischen dem österreichischen und deutschen Mindestlohnsystem. Beide EU ? Mitgliedstaaten kennen generellen gesetzlichen Mindestlohn, allerdings soll sich dies in Deutschland ab 2015 ändern. Grundsätzlich dient in beiden Staaten der sog österreichische Kollektivvertrag und der sog deutsche Tarifvertrag als Hauptregelungsinstrument für die Mindestlöhne. Allerdings ist die quantitative Bedeutung der Festsetzung von Mindestlöhnen durch Verbände in Österreich wesentlich höher als in Deutschland. In Österreich sind knapp 98% der Arbeitsverhältnisse einem Kollektivvertrag unterstellt und in Deutschland liegt die Tarifbindung der Beschäftigten bei ungefähr 58%. Die mangelnde Tarifbindung in Deutschland ist insbesondere auf die garantierte sog Koalitionsfreiheit zurückzuführen, da die gesetzlichen Interessensvertretungen mit Pflichtmitgliedschaft ? anders als in Österreich, wo diese ex lege kollektivvertragsfähig sind ? nicht befähigt sind Tarifverträge abzuschließen. Tarifverträge können lediglich gegenüber Mitgliedern von auf freiwilliger Mitgliedschaft beruhenden Verbänden oder Gewerkschaften gelten. Auch gibt es in Deutschland keine sog Außenseiterwirkung auf Arbeitnehmerseite wie in Österreich.

Zusammenfassung (Englisch)

The timeliness importance of this economic-political discussion, which focuses on the assurance of growth and employment as well as social justice and allocation, induces a scientific consideration of the definition of collective agreements and the introduction of a legal minimum wages in Austria and Germany. Based on a systematic literature research, this thesis analyses the current methods of determining minimum wages and questions the need of the introduction of a legal definition.The results show that beside many parallels between the German and the Austrian systems of minimum wages, several clear differences can be found. Although a legal minimum wage is currently defined in both EU member states, the German system is meant to be changed from 2015. The collective agreements define minimum wages in Austria, whereas labor agreements do so in Germany. Nevertheless, a significantly higher acceptance of these definitions can be found in Austria: 98 % of all Austrian employments answer to the collective contracts, whereas only 58 % German employments comply with the labor agreements. The low collective commitment in Germany may be explained by the so called freedom of association: German labor agreements are only valid for members of collectives or unions which are based on a voluntary membership whereas collective agreements in Austria are regulated by law. One main difference relies furthermore in the so called outsider-effect on the employee side which can only be found in Austria.

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