Titelaufnahme

Titel
Aktuelle Wanderungsbewegungen in alpinen Peripherräumen in Kärnten : das Phänomen der Amenity Migration und Zweit- beziehungsweise Freizeitwohnsitze am Beispiel der Gurktaler Alpen / vorgelegt von Paul Gottfried Stöckl
Verfasser/ VerfasserinStöckl, Paul Gottfried
Begutachter / BegutachterinČede, Peter
Erschienen2014
Umfang136 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) ; Ill., Kt., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Gurktaler Alpen / Migration / Zweitwohnung / Ferienwohnung / Gurktaler Alpen / Migration / Zweitwohnung / Ferienwohnung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-62083 Persistent Identifier (URN)
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Aktuelle Wanderungsbewegungen in alpinen Peripherräumen in Kärnten [8.45 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Gurktaler Alpen zählen zu den alpinen Peripherräumen, die als Folge des sozioökonomischen Strukturwandels im gesamten Alpenraum während der letzten Jahrzehnte von einem starken Bevölkerungsrückgang gekennzeichnet sind. In einigen Teilen der europäischen Alpen ist jedoch eine neue Form der Zuwanderung beobachtbar, die als Amenity Migration bezeichnet wird. Daneben kam es, zumeist touristisch bedingt, zu einer massiven Ausuferung im Zweit- und Freizeitwohnsitzbau. Vorliegende Arbeit behandelt nun erstmals die beiden Thematiken anhand einer Kärntner Region. Anders als etwa in Italien kam es in den Gurktaler Alpen noch zu keinen regelrechten Ortswüstungen. Dennoch stellt der hohe Abfluss junger Bevölkerung zukünftig eine Gefahr für die zurückbleibenden Älteren und deren Versorgung sowie im Allgemeinen für die leerstehenden bzw. wenig genutzten Wohnobjekte und den Erhalt der Kulturlandschaft dar. Mittels Strukturanalyse, Fragebögen, Interviews mit Verantwortlichen und Vor-Ort-Erhebungen werden die Entwicklungen der letzten 10-15 Jahre näher untersucht und die wesentlichsten Faktoren mittels SWOT-Analysemethode herausgearbeitet. Weder Amenity Migration noch Zweitwohnsitzentwicklungen können, auf Grund ihrer geringen sowie räumlich sehr fragmentierten Ausprägung, die (zukünftigen) demographischen und strukturellen Probleme der entlegenen Regionen lösen. So wird auch zukünftig die Abwanderung in die urbanen Kärntner Zentren sowie die Großstädte von Wien und Graz zu einer Verschlechterung der Situation im ländlichen Raume führen. Hoffnungsschimmer bleiben momentan nur neue Ansätze in der Raumordnungspolitik, mit denen die Ent- und Zersiedelung im ländlichen Raum eingedämmt und bestehende Strukturen und Bausubstanz erhalten bzw. besser genutzt werden können.

Zusammenfassung (Englisch)

The area of the Gurktal Alps is one of the peripheral rural regions in the European Alps which is affected by population losses as a result of the socioeconomic structural changes during the last decades. In some parts of the European Alps a new form of immigration could be observed during the early past. This process is called Amenity Migration. Another development is the massive increase of second homes for touristic purposes. This case study focuses on the two phenomena in Carinthia for the first time. Compared to the Italian Alps, where some peripheral villages turned into so called ?Ghost Towns?, the communities in the Gurktal are not that strongly affected. However the emigration of young people tends to be a future threat for the old population and the cost intensive infrastructures. Besides the traditional spatial structures and the cultural landscapes are also in danger because of the depopulation. A structural analysis, questionnaires, interviews and field studies were used to observe the developments of the last 10-15 years and work out the main factors with a SWOT-analysis. Because of their marginal and spatially fragmented existence neither Amenity Migration nor second homes can help to overcome the demographic and structural problems of the region. Also in future the emigration to urban centres of Carinthia and the cities of Graz and Vienna will contribute to demographic and structural decline in peripheral rural areas. Only new policies and instruments in spatial planning which prevent rural sprawl and emigration processes and focus on new use and revitalization of existing infrastructure remain a small glimmer of hope.