Bibliographic Metadata

Title
Miteinander statt gegeneinander : Emotionen bei der Teamarbeit von GebärdensprachdolmetscherInnen / vorgelegt von Eva-Maria Tutsch
AuthorTutsch, Eva-Maria
CensorGrbić, Nadja
Published2014
Description145 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; graph. Darst.
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Annotation
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Gebärdensprache / Gehörlosigkeit / Dolmetschen / Teamwork / Gebärdensprache / Gehörlosigkeit / Dolmetschen / Teamwork / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-61929 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
 The work is publicly available
Files
Miteinander statt gegeneinander [1.01 mb]
Links
Reference
Classification
Abstract (German)

In dieser Arbeit werden die Ursachen und Konsequenzen von Emotionen, die bei der Teamarbeit von GebärdensprachdolmetscherInnen entstehen, untersucht. Der Arbeit liegt die Annahme zugrunde, dass bei der Teamarbeit in verschiedenen Phasen des Dolmetschprozesses Emotionen entstehen. Da der Fokus der Arbeit auf negativen Emotionen liegt, wird davon ausgegangen, dass negative Emotionen Einfluss auf die Dolmetschperformanz und auf eine zukünftige Zusammenarbeit der KollegInnen haben können.Im Rahmen der Studie wurde zunächst mittels einer Online-Umfrage erhoben, welche positiven und negativen Emotionen bei der Teamarbeit entstehen. Einen weiteren Schwerpunkt der Umfrage stellten jene Emotionen, die durch ungebetene Unterstützung ausgelöst werden, und deren Konsequenzen dar. Die quantitative Befragung ergab, dass der Großteil der befragten DolmetscherInnen die Arbeit im Team bevorzugt, weil diese auch positive Emotionen auslösen kann. Negative Emotionen können, sowohl bei den aktiven DolmetscherInnen als auch bei den Co-DolmetscherInnen, auch durch ungebetene Unterstützung ausgelöst werden. Die Ergebnisse lassen jedoch darauf schließen, dass Emotionen sowie die Reaktion darauf von verschiedenen Einflussfaktoren, wie z.B. den KollegInnen und der Situation abhängen. Anschließend wurden sechs Einzelinterviews mit DolmetscherInnen geführt, um einen tieferen Einblick in ihre Erfahrungen mit negativen Emotionen bei der Teamarbeit zu gewinnen. Die qualitative Befragung bestätigte, dass negative Emotionen entstehen, einerseits durch ungebetene Unterstützung, andererseits ausgelöst durch anderes Verhalten, wie z.B. durch einen nicht funktionierenden DolmetscherInnenwechsel. Die Befragung ergab zudem, dass negative Emotionen Einfluss auf die Dolmetschperformanz sowie auf das Publikum haben und dass sie auch zur Folge haben können, dass zukünftige Teamarbeit mit bestimmten KollegInnen vermieden wird.

Abstract (English)

This thesis seeks to examine causes and consequences of emotions that arise when sign language interpreters work in a team. It is assumed that emotions are generated in the team at various points in times throughout the process of interpreting. Negative emotions, which are the main focus of this thesis, are assumed to influence both interpreting performance and future teamwork between the colleagues.For the survey, data was collected by means of an online questionnaire about various positive and negative emotions that are likely to arise when working in a team. Moreover, emphasis was placed on emotions triggered by unsolicited support and questions pertaining to whether and how these emotions negatively affect the interpreters? performance and teamwork. The quantitative survey shows that the majority of interpreters prefer working in a team because it also generates positive emotions. Both the producing and feeding interpreter may experience negative emotions (e.g. when receiving unsolicited support). However, the findings suggest that the interpreter?s emotions and reactions, which also affect future teamwork, depend on varying factors such as specific situations and colleagues.After collecting the quantitative data, six interpreters were interviewed individually in order to gain more detailed insight into their experience with negative emotions in a team of interpreters. Besides confirming the development of negative emotions due to triggers like unsolicited support, the qualitative survey?s results demonstrate further emotional triggers, such as a switch of interpreters that did not go well. Additionally, the interviews showed the influence of negative emotions on the audience, on the interpreters? performance and on their decision as to whether to avoid working in a team with a specific colleague again due to certain problems that occurred in the past.