Titelaufnahme

Titel
Die Besteuerung von Gemeindeverbänden / eingereicht von Claudia Slawitsch
Verfasser/ VerfasserinSlawitsch, Claudia
Begutachter / BegutachterinHeinrich, Johannes
Erschienen2013
UmfangV, 93 Bl. : Zsfassung ( 1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Gemeindeverband / Steuerrecht / Österreich / Gemeindeverband / Steuerrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-61866 Persistent Identifier (URN)
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Die Besteuerung von Gemeindeverbänden [0.48 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der steuerlichen Behandlung der Gemeindeverbände. Der Gemeindeverband ist in der Verfassung explizit geregelt. Er ist eine juristische Person des öffentlichen Rechts und besitzt Rechtspersönlichkeit. Steuerrechtlich ist der Gemeindeverband nach hA wie eine Körperschaft des öffentlichen Rechts zu beurteilen. Ist der Gemeindeverband hoheitlich tätig, unterliegt er nur der beschränkten Körperschaftsteuerpflicht. Ist der Gemeindeverband privatwirtschaftlich tätig, unterhält er unter bestimmten Voraussetzungen einen oder mehrere Betrieb(e) gewerblicher Art (BgA). Dieser BgA ist als eigenes Körperschaftsteuersubjekt unbeschränkt körperschaftsteuerpflichtig. Der BgA eines Gemeindeverbandes unterliegt zwingend der Voranschlags- und Rechnungslegungsverordnung, sodass er auch über der Umsatzgrenze des UGB nicht rechnungslegungspflichtig ist. Da ein BgA nicht gewinnorientiert handeln muss, kann er auch dauerhaft Verluste erzielen. Zwar ist jeder BgA für sich ein eigenes Körperschaftsteuersubjekt, doch können unter bestimmten Voraussetzungen mehrere BgA zusammengefasst werden, um Verluste mit Gewinnen auszugleichen. Weiters stellt sich die Frage der verdeckten Ausschüttung, wenn die Mitgliedsgemeinden dem BgA des Gemeindeverbandes eine Leistung erbringen, die nicht den Grundsätzen des Fremdvergleichs entspricht. Im Bereich der Umsatzsteuer wird auf das Körperschaftsteuerrecht verwiesen und gleichfalls an den Begriff des BgA angeknüpft. Dies widerspricht jedoch der MwSt-System-RL und der Judikatur des EuGH, da im Unionsrecht nur auf das mögliche Wettbewerbsverhältnis zu privaten Unternehmen abgestellt wird. Der Gemeindeverband kann daher das Unionsrecht zu seinen Gunsten geltend machen. Mit dem Kapitel Vermögenstransfers werden schließlich die Beziehungen zwischen dem Gemeindeverband und seinen verbandsangehörigen Gemeinden steuerlich näher beleuchtet.

Zusammenfassung (Englisch)

The present thesis focuses on the taxation of municipality associations. Municipality associations are explicitly regulated in the Austrian constitution. They are legal persons under public law with legal personality. In the matter of taxation, the municipality association is treated under prevailing opinion such as a public- law body. If the municipality association participates in the exercise of official authority, it will only have limited tax liability. In case the municipality association operates in the private sector however, it maintains under certain conditions a so called ?Betrieb gewerblicher Art?, a commercial institution established under public law and 100% owned by the national or local authorities (hereinafter BgA). This BgA is its own subject of corporate taxation and falls under the unlimited taxation. Due to the fact that the BgA of a municipality association is subject to the Budgeting and Accounts regulation, the accounting standards of the Austrian commercial code are not relevant, even if the BgA exceeds the turnover limit of ? 700.000,--. As BgAs are not profit- orientated, they have the possibility to record continual losses. Altough each BgA is its own subject of corporate taxation, several BgA can be combined to one BgA, so that losses can be offset with future profits. In case the associated communes provide a service to the BgA of the municipality association which is not based on the arms length principle, the question of covert distribution of profits arises. In value added taxation BgA are treated similar as in corporation tax law. However, this approach does not conform to the directive on the VAT system and the jurisdiction of the ECJ, as the European Union law focuses in general on the potential competition with private entrepreneurs. Finally this thesis demonstrates possible relationships between the municipality association and its associated communes.