Titelaufnahme

Titel
"... was sich eigentlich nicht sagen lässt" : Kritik und Rekonstruktion der philosophischen Sprache bei Th. W. Adorno / vorgelegt von Franz Teißl
Verfasser/ VerfasserinTeissl, Franz
Begutachter / BegutachterinRinofner Sonja
Erschienen2014
Umfang121 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Adorno, Theodor W. / Sprachphilosophie / Adorno, Theodor W. / Sprachphilosophie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-61314 Persistent Identifier (URN)
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"... was sich eigentlich nicht sagen lässt" [0.69 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Diplomarbeit stellt den Versuch dar, Adornos Kritik und Neuentwurf der Sprache der Philosophie nachzuzeichnen, ihre Stärken und Schwächen aufzuzeigen und ihre Einflüsse zu diskutieren. Die Frage, warum für Adorno eine kritische Reflexion der Sprache wichtig war, soll in der Folge eine Antwort darauf geben, inwiefern sie auch für uns heute noch relevant ist.Am Beginn steht Adornos pessimistischer Ausgangspunkt einer korrumpierten Sprache, die dennoch als Medium der Philosophie nicht verabschiedet werden kann. Es folgen Kapitel über einzelne Elemente der Sprache: Zunächst wird hinsichtlich philosophischer Termini gezeigt, dass Adorno sie weder definieren noch durch Neologismen ersetzen möchte.Die nächste Ebene ist jene des Textes. Adorno hatte eine bestimmte Vorstellung, wie man Texte nicht-hierarchisch strukturieren soll, die er theoretisch reflektiert und praktisch umzusetzen versuchte. Darüber hinaus gibt es eine Tendenz zur aphoristischen Verdichtung, weshalb zu fragen ist, ob und wie Philosophie sich in kurzen, essayistischen Texten darstellen lässt.Das nächste Kapitel behandelt Erweiterungen der sprachlichen Mittel. Adorno schlägt sowohl das Konzept einer Konstellation mehrerer Begriffe vor, wie er sich auch für ein Wiedererstarken des rhetorischen und expressiven Moments der Sprache einsetzt. Damit möchte er die diskursiven und mimetischen Elemente der Sprache wieder in eine Balance bringen.Zuletzt wird die Rolle der philosophischen AutorInnen behandelt. Welche Macht, aber auch welche Unzulänglichkeiten, Einschränkungen und welche Verantwortung haben sie? Hängt mit Adornos Sprachkonzept ein bestimmtes Erkenntnisideal zusammen?Das Resümee versucht, die Widersprüche, die sich auf den verschiedenen Ebenen seines Sprachkonzepts ausmachen lassen, zusammenzufassen und, sofern dies möglich ist, Lösungswege aufzuzeigen ? selbst wenn dies bedeutet, mit Adorno gegen ihn zu argumentieren.

Zusammenfassung (Englisch)

In my master thesis, I try to reconstruct Adorno's view on philosophical language, discussing its influences, its strengths and weaknesses, and its importance to his philosophy as a whole.Following an introduction which lays out Adorno's fairly pessimistic starting point, there are several chapters dealing with different aspects, or elements of language. First, there is a chapter on terminology, and why Adorno avoids defining philosophical terms as well as creating and introducing new ones. Instead of defining concepts (thus restricting their power and bandwidth), he accepts that words have a large variety of meanings, and uses them this way: quite ambiguously.Next, there is a section focusing on text composition, discussing how Adorno himself structured his texts. In an attempt of structuring texts in a non-hierarchical way, he avoids dividing his books into chapters as much as possible. What is more, there is a tendency to shorter texts. This eventually leads to the question how philosophical theory can be expressed in short, fragmentary, aphoristic, almost literary texts.After that, there is a chapter on extending the means of language: Adorno suggests using a group of concepts, forming a structure which he calls "constellation". Also, he opts for re-introducing a rhetorical, expressive element into philosophical language. Thus, he tries to balance the logical, argumentative elements of language with expressive and mimetic ones.Finally, the role of the philosophical author him- or herself turns out to be essential. What power, and what responsibility do philosophical writers have? How to use, and how to break their power? Does their use of language reflect their attitude towards things and people?To sum up, contradictions can be found on every level of his language concept. I try to explain how they are motivated, and if possible, how some of these conflicts could be solved ? even if that implied reasoning with Adorno against his own ideas.