Titelaufnahme

Titel
Speisen und Kochen in ausgewählten Werken der europäischen Malerei / vorgelegt von Gertrude Ebner
Verfasser/ VerfasserinEbner, Gertrude
Begutachter / BegutachterinStadlober Margit
Erschienen2014
Umfang124 Bl. : 2 Bl. Zsfassung ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung dt. und engl.
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Speise <Motiv> / Malerei / Speise <Motiv> / Malerei / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-61288 Persistent Identifier (URN)
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Speisen und Kochen in ausgewählten Werken der europäischen Malerei [8.98 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Wiedergabe von Speisen hat eine lange Tradition. Ich zeige in meiner Arbeit, ab wann Essen darstellungswürdig wurde, welche Bildinhalte mit der Darstellung von Essen verbunden waren und wie sich die Darstellung von Speisen entwickelte. Diese Arbeit gibt auch Einblick in die vormals enge Verbindung von Religion und Nahrungsaufnahme, vor allem darauf wie diese sich im Laufe der Jahrhunderte gegenseitig beeinflusst haben. Auch im Alten Testament wird kommuniziert, wie Gott sich um die Seinen sorgt, hier gibt es das Manna- und Wachtelwunder, als positive Beispiele, genauso wie die den Sündenfall als eine Warnung, in der das Essen mit Welterkenntnis gleichgesetzt wird. Interessant ist, dass auch im Neuen Testament Mahlszenen wieder bedeutende Handlungen darstellen. Für die Kunstgeschichte ist es besonders vorteilhaft, dass Dank der unspezifischen Angabe der Speisen in den Evangelien die Künstler diese auf ihren Bildern meist durch zeitgenössische Speisen, inklusive der vorherrschenden Tischkultur, ergänzten. Die unterschiedlichen Verzehrsituationen aus dem höfischen, bürgerlichen und bäuerlichen Umfeld wurden näher beschrieben. Dank der Genremalerei, die sich langsam von religiösen Darstellungen löst, wurden vor allem die Lebensgewohnheiten in protestantischen Gebieten dokumentiert. Ausgehend vom 15. Jahrhundert beschäftigten sich mehrere Darstellungen mit Küchen und Hausrat. Für Kunsthistoriker ist hier die Abkehr vom religiösen Thema interessant, viel mehr bieten die Darstellungen dem Künstler Platz für alle möglichen Themen, vom Praktischen bis zum Erotischen. Der Typus des gedeckten Tisches zeigt die Unterschiede in den gesellschaftlichen Schichten. Dies wurde durch Bilder festgehalten, die auch eine moralische Komponente besaßen, bei den Herrschern wurde die Verschwendung angeprangert und beim Bürgertum die Völlerei, gemein ist allen, dass meist besondere Feste dokumentiert wurden.

Zusammenfassung (Englisch)

The reproduction of meals has a long tradition. In my paper I show when the depiction of meals started to be deemed worthy of artistic representation, the types of visual content which were associated with the representation of meals and how the representation of meals developed. This paper also provides insight into the close relationship between religion and the intake of food in former times, in particular into how they mutually influenced each other over the course of the centuries. The Old Testament also communicates how God cares for his own, here is the manna and quail miracle as positive example, just like that of the fall of man as a warning, in which food is equated with worldly insight. It is interesting that meal scenes again constitute meaningful actions also in the New Testament. It is especially advantageous for art history that, because of the vague description of meals that is given in the Gospels, artists complemented these in their paintings predominantly with contemporary meals, including the prevailing tableware. The different consumption situations in courtly, bourgeois and rural environments were described in more detail. Because of genre painting, which gradually detached itself from religious images, lifestyle habits were documented in particular in protestant areas. From the 15th century onwards, multiple pictures dealt with kitchens and household utensils. The abandonment of religious themes here is of interest for art historians, the paintings offer the artist, much more, a place for every possible theme, ranging from the practical to the erotic. The decorated table standard shows the differences that existed between the different social strata. This was recorded through pictures which also possessed a moral component, the ruling class was pilloried for its wastefulness and the bourgeoisie for its gluttony, what they had in common was that they mostly documented special festivities.