Titelaufnahme

Titel
Die literarische Funktion von Frau und Raum im spanischen Roman der Gegenwart : 'Mujeres en la sombra' von Griselda Martín Carpena, 'Hijos de la derrota' und 'El loco de las muñecas' von Empar Fernández / vorgelegt von Sabrina Pucher
Verfasser/ VerfasserinPucher, Sabrina
Begutachter / BegutachterinErtler, Klaus-Dieter
Erschienen2014
Umfang145 Bl. : Zsfassung + CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt., engl. und span. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Spanisch / Frauenliteratur / Frau <Motiv> / Raum <Motiv> / Geschichte 2008-2009 / Spanisch / Frauenliteratur / Frau <Motiv> / Raum <Motiv> / Geschichte 2008-2009 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-61256 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Die literarische Funktion von Frau und Raum im spanischen Roman der Gegenwart [1.08 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das Bild der Frau in der Literatur ist zwar ein zentrales Thema, jedoch wurde die literarische Frauenfigur traditionell meist von männlichen Autoren konstruiert. Im Zentrum dieser Arbeit steht die Darstellung der Frauenfiguren in drei kürzlich publizierten Romanen zweier noch unbekannter spanischer Autorinnen. Es werden die Romane Mujeres en la sombra von Griselda Martín Carpena, Hijos de la derrota und El loco de las muñecas von Empar Fernández unter Betrachtung der Geschlechterkonstruktion und der Geschlechterrollen analysiert. Zuallererst wird auf die feministische Literaturwissenschaft, auf Gender Studies und die Sexualität eingegangen. Vor der Analyse wird der historische Kontext des Spanischen Bürgerkrieges und der Franco-Diktatur, der für das Bild der Frau in den Werken relevant ist, kurz bearbeitet. Danach werden die Autorinnen vorgestellt und die Romane inhaltlich zusammengefasst.Im zweiten Teil der Arbeit liegt der Untersuchungsschwerpunkt auf der Text- bzw. Figurenanalyse, die auf dem ideologiekritischen Ansatz unter Miteinbeziehen der Gender-Frage und einer feministischen Sicht beruht. Die Männerfigur spielt in den Werken kaum eine wichtige Rolle. Insofern konzentriert sich die Untersuchung darauf, wie die Frauen charakterisiert und konstruiert werden und welche typisch weiblichen Bilder, Räume und geschlechtsspezifischen Merkmale sich finden lassen.Martín Carpenas Frauenrolle stellt die Frau als stark rebellierend, für Gleichheit und Respekt kämpfend und eigenständig dar. Fernández vermittelt eher das Bild der schwächeren, leidenden und weinenden Frau, die versucht stark zu sein, es aber nicht schafft. Es kann eine Verbindung der Gefühle der literarischen Frauenfigur zum Körper und auch zum Raum bzw. zur Stadt (Barcelona), die für die Frauen von großer Bedeutung ist, gefunden werden. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Räume bildhaft und über Gerüche beschrieben und von den Figuren als gestimmte Räume wahrgenommen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The image of the woman in literature is discussed frequently, though above all by male writers. The representation of feminine figures in three recently published novels by two female Spanish authors, who are still widely unknown, are the focus of this work. The novels Mujeres en la sombre by Griselda Martín Carpena, Hijos de la derrota and El loco de las muñecas by Empar Fernández will be analysed considering the construction of gender and gender role. First, feminist literary theories, gender studies and sexuality will be discussed. Before starting the analysis, the historical context of the Spanish Civil War and Franco?s dictatorship will be covered, since it is important for the role of women in the novels. Subsequently, the presentation of the authors and the content of the novels follows. In the second part of this work, the focus lies on how feminine figures are characterized and constructed and on how specific marks can be found on typical female images, spaces and gender. Martín Carpena?s depiction of women presents them as strong, rebellious, independent and fighting for equality and respect. Fernández, however, communicates however the image of the weak, suffering and crying woman, who tries to be strong, but fails in the attempt. A connection can be found between the feelings of the literary female figures and the body and further in the mentioning of the space, i.e. the city (Barcelona), which is of great importance to the women. To summarize, it can be said that spaces are described vividly through smells and perceived by the figures as tempered spaces.