Titelaufnahme

Titel
Tätigkeitsbereiche selbstständiger TranslatorInnen : eine Analyse des österreichischen Marktes anhand der Prototypentheorie / vorgelegt von Sabine Steinlechner
Verfasser/ VerfasserinSteinlechner, Sabine
Begutachter / BegutachterinGrbic, Nadja
Erschienen2014
Umfang150 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Übersetzer / Arbeitsfeld / Österreich / Übersetzer / Arbeitsfeld / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-61144 Persistent Identifier (URN)
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Tätigkeitsbereiche selbstständiger TranslatorInnen [13.13 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit werden die Tätigkeitsbereiche von selbstständigen TranslatorInnen in Österreich ermittelt, wobei den Forschungsfragen nachgegangen wird, ob TranslatorInnen als ÜbersetzerInnen UND/ODER DolmetscherInnen tätig sind, ob sie sich zusätzlich in einem Angestelltenverhältnis befinden, welche nicht-translatorischen bzw. verwandten Tätigkeiten sie des Weiteren ausüben und wie eng bzw. weit verwandt sie diese mit ihrer Kerntätigkeit sehen. Aufgrund der Problematik traditioneller Klassifikationen translatorischer Tätigkeiten wie Übersetzen und Dolmetschen sowie der Entstehung diverser Hybridformen wird die Prototypentheorie als Erklärungsmodell der empirischen Studie verwendet. Im Rahmen der Studie wurden zunächst sieben ausgewählte Fachlehrbücher und Leitfäden, wie z. B. Ratgeber von Berufsverbänden, Informationen für Studierende bzw. AbsolventInnen der TLW, in Hinblick auf die unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche von (selbstständigen) TranslatorInnen analysiert. Anschließend wurde eine Onlineumfrage durchgeführt, um festzustellen, ob die Fachlehrbücher die Praxis in Österreich widerspiegeln. Der Vergleich der Ergebnisse der Dokumentenanalyse mit jenen der Umfrage zeigt signifikante Unterschiede der Informationen vor allem in Bezug auf traditionelle Tätigkeitsbereiche, wie Begleitdolmetschen, Diplomatisches Dolmetschen, Konferenzübersetzen und Urkundenübersetzen, da diese in der Praxis entweder gar nicht ausgeübt werden oder aber in einem wesentlich geringeren bzw. größeren Ausmaß als dies in den Leitfäden dargestellt wird. Weiters werden verwandte und neue Tätigkeitsfelder identifiziert und sämtliche Tätigkeitsbereiche in einem Prototypenmodell dargestellt. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass selbstständige TranslatorInnen nicht ausschließlich als ÜbersetzerInnen und/oder DolmetscherInnen arbeiten, sondern in vielen unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen, und sich dabei ständig auf neue (technische) Herausforderungen einstellen müssen.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis seeks to investigate the various areas of activity of self-employed translators and interpreters in Austria with the following research interests: whether they work as translators AND/OR interpreters, whether they are also employed, which non-translational or related activities they additionally perform and how closely related they see these as being to their core activities. Due to the difficulty of using traditional classification systems for translational activities such as translation and interpreting and the rise of various hybrid forms, prototype theory is used as an explanatory model for the empirical study. The study consists of two parts: First, seven job-related introductory books and guidebooks, such as books published by professional associations and introductory books for students and graduates from translation studies, were analysed by focusing on the various activities described for (self-employed) translators and interpreters. Secondly, an online survey was conducted in order to find out whether the books reflect the practice of self-employed translators and interpreters in Austria. The comparison of the results derived from the document analysis and the survey shows significant differences in terms of traditional activities such as escort interpreting, diplomatic interpreting, conference translation and legal translation, as some of these were either not mentioned in the survey or occur a lot more/less in practice then anticipated in the books. Furthermore, related and new areas of activity were identified and all of them discussed on the basis of a prototype model. The thesis concludes that self-employed translators and interpreters not only work as translators and/or interpreters but also in various other areas of activity. Therefore, they need to adapt to constantly changing and new (technical) working conditions.