Titelaufnahme

Titel
Allegorien von Zeit und Wahrheit / vorgelegt von Sigrid Geyrhofer
Verfasser/ VerfasserinGeyrhofer, Sigrid
Begutachter / BegutachterinLein, Edgar
Erschienen2014
Umfang119 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Zeit <Motiv> / Wahrheit <Motiv> / Allegorie / Kunst / Geschichte 200-1700 / Zeit <Motiv> / Wahrheit <Motiv> / Allegorie / Kunst / Geschichte 200-1700 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-61052 Persistent Identifier (URN)
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Allegorien von Zeit und Wahrheit [35.3 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit zu "Allegorien von Zeit und Wahrheit" betrachtet die ikonologische Entwicklung der beiden Personifikationen und des kombinierten Motivs der Veritas Filia Temporis von den antiken Wurzeln bis ins 17. Jahrhundert. Sie sind durch die Vermischung humanistischer und christlicher Einflüsse geprägt. Das sprichwörtliche ans Licht Bringen der Wahrheit durch Vater Zeit findet nicht nur variierte Ausdrucksformen; den Darstellungen liegen auch verschiedene Motivationen zugrunde. Sie können z. B. der politischen oder religiösen Propaganda dienen, moralisches Lehrbeispiel sein, oder eine persönliche Überzeugung ausdrücken. Besonders einflussreich sind das Druckerzeichen Marcolinos, der für das Thema eine einprägsame Bildformel findet, und Ripas Iconologia, die den Künstlern einen Überblick über die gesammelten Ideen und Konzepte bietet. Beispiele aus dem Oeuvre von Rubens, Poussin und Bernini werden genauer auf ihre Entstehungsumstände, Konzeption, Vorbilder und formale Behandlung hin untersucht. Dabei wird klar, dass das Motiv gerade in Zeiten des Konflikts eine Blüte erlebt ? die Künstler schaffen für sich selbst oder im Auftrag von Herrschern und Kirche Deklarationen ihrer jeweiligen Wahrheit.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper about "Allegories of Time and Truth" examines the iconological evolution of both personifications and the combined subject of Veritas Filia Temporis from their antique roots to the 17th century. They are shaped by the amalgamation of humanistic and Christian influences. Father Time proverbially brings Truth to light, and this not only takes various forms of expression; the images also are motivated in different ways. They can serve as political or religious propaganda, present a moral lesson, or express personal convictions. Marcolino finds an effective visual formula with his printer?s mark, and Ripa?s Iconologia offers a summary of existing ideas and concepts; these two are particularly influential. Examples from the oeuvre of Rubens, Poussin and Bernini are examined closely with regard to the circumstances of their creation, their conception, references and formal treatment. It clearly emerges that the subject flourishes in times of conflict ? the artists create declarations of their own, or their sponsor?s respective truths.