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Title
Deutsche Sportstätten : Sportbauten im Spannungsfeld zwischen Architektur und Ideologie / vorgelegt von Christina Jahn
Additional Titles
German stadia : arenas as an area of conflict between architecture and ideology
AuthorJahn, Christina
CensorPloder, Josef
Published2014
Description125 Bl. : Zsfassung 2 Bl. + 1 CD-ROM ; Ill.
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassung dt. und engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Deutschland / Sportstättenbau / Geschichte 1900-2000 / Deutschland / Sportstättenbau / Geschichte 1900-2000 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-60979 Persistent Identifier (URN)
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Deutsche Sportstätten [4.06 mb]
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Abstract (German)

Seit der Antike zählen Sportstätten zu jenem Teil öffentlicher Bauten, denen nicht nur ein rein funktionaler Zweck, sondern darüber hinaus auch weitgehende politische wie religiöse Bedeutung beigemessen wurde. Ursprünglich als Teil der Tempelanlagen und im Zusammenhang mit der Verehrung der antiken Götterwelt entstanden, verdanken die frühen Stadien dieser Tatsache ihre architektonische Qualität und damit ihre kunsthistorische Relevanz. Da der überwiegende Teil der Sportbauten zumindest teilweise von der öffentlichen Hand finanziert wurde und wird, bekommt der Sportstättenbau so über den eigentlichen Nutzungszweck hinaus repräsentativen Charakter. Wie viel Geld für den Bau von Sportanalagen zur Verfügung steht, ob Architekturwettbewerbe im Zuge der Auftragsvergabe ausgeschrieben werden und welche Form der Gestaltung schließlich gewählt wird, kann zudem kaum unabhängig von den herrschenden politischen Verhältnissen betrachtet werden. Basierend auf einem einleitenden Kapitel, das der Entwicklung des Stadionbaus sowie dem engen Zusammenhang zwischen Politik und Sportanlagen bei den Griechen und Römern nachgeht, stellt vorliegende Diplomarbeit die Entwicklung des deutschen Sportstättenbaus im 20. Jahrhundert, insbesondere die Errichtung von Stadionanlagen, systematisch dar. Neben den architektonischen Entwicklungsstufen im Stadionbau wird daher auch der Frage nachgegangen, inwiefern die Gestaltung der Anlagen vom jeweiligen politischen System und der damit propagierten ideologischen Ausrichtung des Sports beeinflusst wurde. Dabei werden beispielhaft Arenen aus verschiedenen historischen Epochen der deutschen Geschichte (späte Kaiserzeit, Weimarer Republik, NS-Diktatur, BRD und DDR) analysiert und in den internationalen Kontext des Sportstättenbaus in Europa und Amerika gestellt. Geographisch kommt dabei der Stadt Berlin als Austragungsort zahlreicher Großveranstaltungen (Olympiade von 1936, Spiele der Fußball-WM 1974 und 2006, Fußball-EM 1988) eine besondere Rolle zu.

Abstract (English)

Since the antiquity, stadia have been part of those public buildings that not only had a functional purpose but also were attributed a political and religious significance. Stadia were initially built as a part of the temple areas in the context of worshipping to the ancient gods, consequently, they were constructed in high architectural quality, making them a relevant area of research for art history. The majority of stadia were and still are at least partially financed by the public, hence arenas are not only built in a purely functional way to fit the sports purpose but also to represent a political ideology. How much money is being spent on stadium construction, whether there is an architectural tender process and which style of design is chosen very much depends on the political circumstances of the time. Commencing with an introductory chapter which refers to the evolution of sports grounds and the correlation between politics and arenas in ancient and roman times, this thesis aims to describe the development of sports grounds in 20th century Germany. Furthermore, this work attempts to analyze the influence of actual political systems on arena design and their ideological attitude towards sports in general. Thus, examples from the different epochs of German history including, imperial Germany, Weimar Republic, the national socialist dictatorship, western Germany/FRG and eastern Germany/GDR are examined in the context of the international development of sports architecture in Europe and the USA. The architectural diversity of the city of Berlin, host to the Olympic Games of 1936, host to games of the Football- World cup 1974 und 2006 and the European cup 1988, is a primary focus of this thesis.

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