Titelaufnahme

Titel
Das österreichische Bankenrettungspaket : eine EU-beihilfenrechtliche Analyse / Florian Huber
Weitere Titel
The Austrian package of measures for stabilizing and protecting the national banking sector : an analysis under European State Aid Law
Verfasser/ VerfasserinHuber, Florian
Begutachter / BegutachterinStorr, Stefan
Erschienen2013
UmfangVI, 111 Bl. : Zsfassung (1 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Finanzkrise / Bank / Subvention / Europäische Union / Subventionsrecht / Österreich / Finanzkrise / Bank / Subvention / Europäische Union / Subventionsrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-60908 Persistent Identifier (URN)
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Das österreichische Bankenrettungspaket [0.71 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Herbst 2008 versuchten beinahe alle EU-Mitgliedstaaten, mit umfassenden Bankenrettungspaketen der Finanzkrise entgegenzuwirken ? auch Österreich. Die staatlichen Maßnahmen tangierten jedoch nicht nur mit EU-Beihilferecht, sie stellten letzteres vielmehr vor große Herausforderungen. Nie da gewesene Volumina an Banken-Beihilfen mussten unter großem Zeitdruck zur Refinanzierung und Rettung von Kreditinstituten transferiert werden. Als erkannt wurde, dass das bisherige Beihilferegime unter Art 107 Abs 3 lit c AEUV zur Bewältigung der Finanzkrise ungeeignet war, wurde die Europäische Kommission gezwungen, eine veränderte Genehmigungspraxis für Bankenbeihilfen, gestützt auf Art 107 Abs 3 lit b AEUV, einzuleiten. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es daher, Auswirkungen nationaler Bankenpakete auf das EU-Beihilferecht im Bankensektor darzustellen und die Zulässigkeit dieser Maßnahmen nach Unionsrecht zu überprüfen. Neben der Illustration des österreichischen Bankenrettungspakets wird dazu der Beihilferahmen für Staatshilfen an Banken vor und in der Finanzkrise gegenübergestellt und kritisch analysiert, welche Probleme die veränderte Beihilfepolitik nach Art 107 Abs 3 lit b AEUV aufwirft. Schwerpunktmäßig beschäftigt sich die vorliegende Arbeit auch mit der Rechtsnatur und den Rechtswirkungen von Kommissionsmitteilungen. Dies deshalb, weil der Europäischen Kommission bei der Genehmigung von Beihilfen nach Art 107 Abs 3 AEUV großes Ermessen zuteil wird, weshalb sie aus Gründen der Transparenz zahlreiche Mitteilungen veröffentlicht, welche die eigentliche Grundlage des Bankenbeihilferechts darstellen. Um der Frage nachzugehen, in welcher Weise das Bankenbeihilferecht in der Finanzkrise verändert wurde, wird deshalb erörtert, wie die entsprechenden Kommissionsmitteilungen angepasst, erneuert oder verändert wurden. Auf Grundlage dieser Mitteilungen wird das österreichische Bankenpaket abschließend einer Vereinbarkeitsüberprüfung nach Unionsrecht unterzogen.

Zusammenfassung (Englisch)

In response to the financial crisis, many EU member states passed support schemes for their national banking industries in autumn 2008 ? so did Austria with its package of measures for stabilizing and protecting the national banking sector. But those measures not only had state aid character, they also have challenged the EU State Aid Law itself. In order to ensure refinancing and the rescue of many European banks, enormous amounts of subsidies had to be granted under pressure of time. The existing state aid rules under Article 107(3)(c) TFEU were not applicable to cope with the problems evoked by the turbulences on the financial markets, for which reason the European Commission was forced to change her recent practice and finally found that all the banking support measures were compatible with the internal market under Article 107(3)(b) TFEU. The objective of this diploma thesis is to analyse the changes in EU State Aid Law applied to the banking sector due to the financial crises and to examine the compatibility of the financial support Measures under EU Law. Therefore the Austrian banking support scheme will be illustrated as well as the Commissions state aid rules previous to and in the crisis. In doing so, the thesis comes up with specific problems which have arisen due to the change in the state aid rules. Furthermore, the legal nature and effects of communications will be addressed as the Commission sets out more specific state aid rules in those documents. Communications are the actual basis to investigate the compatibility of subsidies to banks under EU State Aid Law. Hence analysing changes in the decisions of the Commission on state aids to banks is also a question of how communications have changed due to the financial crises. Finally, based on these communications it will be examined if the Austrian banking support scheme is compatible under EU Law.

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