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Title
Das Phänomen der psychischen Erkrankung bei Kunsthistorikern : Versuch einer Typologie an Hand der bekannten Beispiele / vorgelegt von Julia Rath
AuthorRath, Julia
CensorEberlein, Johann Konrad
Published2014
Description93 Bl. : 2 Bl. Zsfassung ; Ill.
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Annotation
Zsfassung dt. u. engl.
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Kunsthistoriker / Psychische Störung / Kunsthistoriker / Psychische Störung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-60897 Persistent Identifier (URN)
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Das Phänomen der psychischen Erkrankung bei Kunsthistorikern [0.87 mb]
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Abstract (German)

Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen von psychischen Erkrankungen bei Kunsthistorikern. Die wissenschaftlichen Leistungen von Kunsthistorikern, deren Krankheit bzw. Lebenskrise belegt ist, werden vorgestellt und in Zusammenhang mit ihren Forschungen auf dem Gebiet der Kunstgeschichte gesetzt.Von Warburg ausgehend wird ein Faden zu anderen bekannten Gelehrten gesponnen, die in Bezug auf ihre wissenschaftliche Arbeit in unterschiedlicher Weise und aus differenten Motiven in einen Zustand des inneren Konflikts und der Krise gerieten. Die Zusammenschau soll Gemeinsamkeiten zwischen diesen Wissenschaftlern aufzeigen, vor allem in der Art, wie sie innerhalb des Faches rezipiert wurden und dieses beeinflussten. Ausgangspunkt ist dabei die These, dass es sich bei diesen Wissenschaftlern häufig um Pioniere, Vorreiter und Wegbereiter ihres Faches handelte und dass ihre innovativen Gedanken von ihren Zeitgenossen häufig nicht verstanden wurden. Unverständnis und fehlender Zuspruch könnten auch Auslöser für den emotionalen Rückzug dieser Forscher in ihre eigene Welt gewesen sein.Um dieser These nachzugehen, werden die Kunsthistoriker unter folgenden Aspekten vorgestellt, die jeweils für ihre persönliche Krise in gewisser Weise ausschlaggebend gewesen zu sein scheinen: der Umgang mit dem Begriff der Renaissance und dem Geniebegriff, der Rückgriff auf interdisziplinäre Ansätze, die Verwendung einer sehr persönlichen wissenschaftlichen Sprache, Erfahrungen mit Flucht und Emigration sowie die Beschäftigung mit dem "primitiven Menschen" und seinem Verhältnis zur Kunst. Interessanterweise findet sich Warburg unter den meisten dieser Punkte wieder, er war also in mehrfacher Hinsicht innovativ und dadurch auch in mehrfacher Hinsicht gefährdet.

Abstract (English)

This is about the phenomenon of mental-health problems of art historians. The academic achievements of art historians, whose illnesses and life-crisis are proven, will be presented and connected to their historical research in arts.Based on Warburg a connection will be made to other academics, who suffered, all in a different way and for diverse reasons, from mental health problems and inner conflicts due to their academic work. The synopsis shall illustrate the common ground between these scientists, especially how they influenced the subject. Starting point is the theory that those scientists were mostly pioneers, outriders and forerunners within their academic field and that their innovative ideas weren`t understood by their contemporaries. Incomprehension and missing sympathy could have triggered the emotional retreat of the researchers into their own world.To proof this theory, the art historians will be presented under the following aspects, which were crucial for their crises: the handling with the definition of renaissance and genius, the recourse to interdisciplinary projections, the use of a very personal, academic language, experiences with escape and emigration as well as the engagement with the "primitive human being" and his relation to arts. Finally it is interesting to see that most of these mentioned aspects also apply to Warburg, which is why he was such an innovative but also endangered person.