Titelaufnahme

Titel
Funktionelle neuronale Korrelate der Kreativität : Überprüfung eines gezielten Kreativitätstrainings und dessen Auswirkung auf die Regionale Homogenität - eine Resting State fMRT Studie / Elisabeth Berger
Verfasser/ VerfasserinBerger, Elisabeth
Begutachter / BegutachterinFink, Andreas
Erschienen2014
Umfang77 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Kreativitätstraining / Funktionelle Kernspintomografie / Kreativitätstraining / Funktionelle Kernspintomografie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-60845 Persistent Identifier (URN)
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Funktionelle neuronale Korrelate der Kreativität [3.72 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende R-fMRT Studie untersuchte die Effizienz eines mehrwöchigen, auf dem Prinzip des divergenten Denkens basierenden Kreativitätstrainings (CreaTrain). Wir interessierten uns speziell für mit dem Training einhergehende Veränderungen in der Regionalen Homogenität (ReHo) in einer Ruhebedingung. Die Stichprobe bestand aus 55 ProbandInnen im Alter von 19 bis 34 Jahren, welche randomisiert einer Experimental- (EG) oder einer Wartegruppe (WG) zugeteilt und zu drei Messzeitpunkten getestet wurden. Wir vermuteten trainingsbezogene Veränderungen in Regionen zu finden, die bisher mit Kreativität in Verbindung gebracht wurden, insbesondere mit dem Fokus auf das Ruhenetzwerk des Gehirns. Die Analyse der behavioralen Daten ergab eine signifikante Interaktion zwischen Messzeitpunkt (MZ) und Gruppe. Die Mittelwerte zeigen, dass die WG (Training nach dem zweiten MZ) zwischen den ersten beiden Messzeitpunkten stark in ihrer kreativen Leistung abnahm, während die EG (Training zwischen den ersten beiden MZ) stabil blieb. Zwischen den letzten beiden Messterminen (also nach der Absolvierung des Trainings) konnte die WG wieder zunehmen und das Ausgangsniveau erreichen, während die EG, die in der Zwischenzeit nicht mehr trainiert hatte, stark abfiel. Auf neurophysiologischer Ebene wurde nach dem Training bei beiden Gruppen eine Zunahme in der ReHo im rechten postzentralen Gyrus festgestellt. Dieses Areal ist an Aufmerksamkeitsprozessen beteiligt und wurde bereits wiederholt mit psychiatrischen Persönlichkeitsmerkmalen, wie Schizotypie in Verbindung gebracht, die in früheren Studien des Öfteren direkt oder indirekt mit Kreativität assoziiert wurden. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass CreaTrain die verbale Kreativität fördern könnte und dass dies mit Veränderungen in der ReHo einhergeht. Die vorliegende Studie ist bis dato eine der ersten, welche mögliche Veränderungen in der Regionalen Homogenität während einer Ruhebedingung durch ein Kreativitätstraining erforschte.

Zusammenfassung (Englisch)

The present r-fMRI study investigated the efficacy of a three-week creativity-training program called CreaTrain, a computer-based software designed to improve verbal divergent thinking. In this study we were particularly interested to see whether the training induces changes in regional homogeneity (ReHo) in a resting state condition. We focused especially on areas, which are known as key regions of the default mode network (DMN) of the brain. The sample comprised 55 participants in the age range between 19 and 34 years who were randomly assigned (though matched for gender) to an experimental group (EG) or a waiting group (WG). Both groups were tested at three different time points. The EG was trained between the first and the second test session, while the WG received the training during the second and third test session. Behavioral analyses reveal a significant interaction between time of measurement and experimental group. Accordingly, the EG which was trained between the first and the second session remained stable with respect to psychometrically determined creativity, while the WG showed decreases during this time. Only after the training the WG showed increases in creativity (between the second and the third session), whereas the EG, who did not practice any longer, exhibited decreases. At the level of the brain, the results indicate that CreaTrain has an influence on ReHo in both groups, as indicated by an increase in the right postcentral gyrus, which has been linked to attention processes in previous studies and has been associated with psychiatric personality traits such as schizotypy, which have directly or indirectly been associated with creativity. Taken together, we could demonstrate that CreaTrain is able to enhance verbal creativity, and is also associated with changes in ReHo. The present study is one of the first to explore ReHo in a resting state condition in relation to a creativity training.