Titelaufnahme

Titel
Der Einfluss von Staudämmen auf Mehrfachaquifersysteme in Lockersedimenten am Beispiel des KW Freibach, Kärnten / David Muhr
Verfasser/ VerfasserinMuhr, David
Begutachter / BegutachterinWinkler, Gerfried
Erschienen2014
UmfangVII, 98 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst., Kt., Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Staudamm / Grundwasserleiter / Lockergestein / Sickerwasser / Staudamm / Grundwasserleiter / Lockergestein / Sickerwasser / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-60702 Persistent Identifier (URN)
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Der Einfluss von Staudämmen auf Mehrfachaquifersysteme in Lockersedimenten am Beispiel des KW Freibach, Kärnten [12.88 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Staudamm des Speicherkraftwerks Freibach in Kärnten ist am linken Ufer in einer Abfolge von quartären, glazial abgelagerten Lockersedimenten gegründet, welche ein Mehrfachaquifersystem bilden. In diesen Lockersedimenten kommt es zu Sickerwasserverlusten, die luftseitig des Dammes als Quellen wieder austreten.Sickerwasserströmungen können eine Erosion des Dammes oder des Gebirges verursachen, besonders an luftseitigen Austrittsstellen kann es zu Ausspülungen von Lockermaterial kommen. Dies kann die Standfestigkeit des Dammes reduzieren und im Extremfall einen Dammbruch zur Folge haben. Viele potentielle Speicherstandorte in den Alpen sind von glazialen Erosions- und Ablagerungsvorgängen geprägt. Daher stellt das Zusammenwirken von anthropogen angelegten Stauseen und bereits vorhandenen Grundwasserhorizonten in diesen glazial abgelagerten Sedimenten einen wichtigen Faktor für die Funktionalität und Standsicherheit eines Dammes dar.Das Ziel dieser Masterarbeit war die hydraulische Charakterisierung dieses Mehrfachaquifersystems auf Grundlage langjähriger Beobachtungsreihen von Quellschüttungen und Piezometerständen. Das Einzugsgebiet wurde geologisch und hydrogeologisch kartiert und ergänzende Messkampagnen an ausgewählten Piezometern durchgeführt. Anhand der analytischen Auswertung der Daten wurde der hydraulische Einfluss des Stausees auf das komplexe Aquifersystem und dessen Entwässerungsdynamik untersucht. Dabei wurden Fragestellungen wie z.B. das Verhalten des Grundwassers bei Stauspiegeländerungen, aus welchen Aquiferen die Quellen gespeist werden und ob die Aquifere miteinander hydraulisch verbunden sind oder isoliert vorliegen, erörtert.Des Weiteren wurde ein numerisches Modell eines der Hauptaquifere erstellt, das die Grunddynamik des Grundwassersystems wiedergibt und mit dem die Aquiferparameter annähernd bestimmt wurden.

Zusammenfassung (Englisch)

The dam of the storage power station Freibach in Carinthia (Austria) is founded in a sequence of quaternary, glacial loose sediments, which form a system of superimposed aquifers. In these sediments, a considerable loss of drainage water occurs, causing springs on the downstream side of the dam.Drainage waters can cause erosion of a dam or bedrock. Especially on the downstream side loose material can be washed out. This may lead to a decrease of stability or, in an extreme case, to failure of the dam. Many potential reservoir sites in the Alps are shaped by glacial erosion and sedimentation processes. Therefore, the interaction of artificially created reservoirs and the existing groundwater horizons in these glacial sediments is an important factor for the functionality and stability of a dam.Goal of this master thesis was the hydraulical characterisation of this aquifer-system, based on long-term monitoring data of spring discharge and groundwater table. The catchment area was mapped geologically and hydrogeologically and additional measurements in selected piezometers were taken. With analytical solutions of the available data, the hydraulical influence of the reservoir on the complex aquifer-system and its drainage-dynamic was examined. Questions like the reaction of the groundwater after storage level changes, which aquifers are responsible for spring recharge and if the aquifers are hydraulically connected or isolated, were discussed. Furthermore, a numerical model of one of the main aquifers was generated, which shows the basic dynamic of the groundwater system.