Titelaufnahme

Titel
Lock and load! : wit and social critique in the television series Boston Legal / vorgelegt von Christine Bauer
Verfasser/ VerfasserinBauer, Christine
Begutachter / BegutachterinRieser, Klaus
Erschienen2014
Umfang70 Bl. : Zsfassung 2 Bl. + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter Boston Legal / Boston Legal / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-60573 Persistent Identifier (URN)
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Lock and load! [0.88 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Amerikanische Fernsehserien sind Konsumgut, ihre Darsteller haben sich ihre Bedeutung im sozialen Umfeld des Zuschauers erobert und spielen wie Familienmitglieder eine Rolle im trauten Heim des Publikums und sind selten Thema wissenschaftlicher Untersuchungen, wenn, dann um ihre Markttauglichkeit zu beurteilen. Ziel dieser Diplomarbeit ist die Analyse des Gerichtsdramas Boston Legal (2004-2009) des Serienschriftstellers und Produzenten David E. Kelley, der schon mit Ally McBeal und der postmodernen Ästhetik der Serie Bekanntheit erlangte. Im ersten Teil der Arbeit finden sich Kapitel der Film-und Fernsehtheorie von J. Monaco und D. Bordwell. Stil, Form und die Diskussion um Genres und ihre Bezeichnung werden abgehandelt. Weiters befasst sich diese Diplomarbeit mit der Themenwahl in Boston Legal, die oft amerikakritische und gesellschaftsrelevante Züge trägt, die Thematisierung unbequemer und brandaktueller Anliegen wie die amerikanische Aussenpolitik und Kriegsführung, Bespitzelung durch die NSA sowie klassische Problematiken der Gegenwart wie die Infragestellung der Todesstrafe, nicht scheut und damit in ihrer Unterhaltungsintention klar von der Masse der Fernsehserien des amerikanischen Marktes divergiert. Außerdem gibt die Diplomarbeit Einblick in die Charakterrealisierung, und ihre Bedeutung für Identifikationsebenen für den Zuschauer, der ja gerade die verschiedenen Charaktere und ihre Dialoge untereinander als wesentlich erlebt, wenn es darum geht, den der Serie inhärenten Wortwitz zu erfassen. Weiters behandelt die Arbeit die Theorie J. Mittells, der die Stereotypisierung von Fernsehcharakteren als die Ausprägung kultureller Identität definiert. Mittell spannt den Bogen weiter zur satirischen Darstellung und Sozialkritik früherer Fernsehserien der 70er und 80er Jahre, wie M.A.S.H, die durch ihre explizite Amerikakritik und beißende Ironie als Vorläufer für Serien wie Boston Legal betrachtet werden können.

Zusammenfassung (Englisch)

American television series, though a common shared yet privatized experience for most viewers, stand for specific, almost clichéd and often lowbrow kind of entertainment and hardly undergo a more detailed evaluation. The purpose of this thesis is to analyze the noughties courtroom drama Boston Legal by the American writer and producer David E. Kelley who gained high profile beforehand with his postmodern tv-series Ally Mc Beal. The thesis starts off offering a theoretical account of selected chapters by film and media theorists J. Monaco and D. Bordwell, comprising key elements like style, form, and genre. Furthermore the thesis demonstrates how BL differs from other television series in the way it deals open-eyed and realistically with social and political issues. Thus indexing itself as issue-oriented, the series states the claim to supply the audience with useful truth about American society and politics, touching red-hot subject-matters like NSA observation or controversial matters like American warfare or Capital Punishment. The aim of this thesis is also to provide insight into character realization as characters and television dramatic dialogue function as viable vehicle for wit and irony. Decoding them turns out to be an indispensable requirement in perceiving the special kind of humor prevalent throughout the series BL. Further the thesis broaches the issue of representation, identification and stereotyping as facets of cultural identity. Jason Mittell provides examples for satirical represention and social commentary. He points at earlier tv-series like M.A.S.H and how they popularized a critical approach towards American politics. An intelligent mix of subverting and meeting the viewers expectations, room for identification processes and ideological engagement by way of precise, even iconifying character realizations are the ingredients that made Kelley s issue-oriented legal drama BL an outstanding example of tv-entertainment.