Titelaufnahme

Titel
Stress beim simultanen Konferenzdolmetschen / vorgelegt von Julia Reiterlehner
Verfasser/ VerfasserinReiterlehner, Julia
Begutachter / Begutachterinvan Lawick Brozio, Heike
Erschienen2014
Umfang133 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Simultandolmetschen / Konferenzdolmetschen / Stress / Simultandolmetschen / Konferenzdolmetschen / Stress / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-60343 Persistent Identifier (URN)
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Stress beim simultanen Konferenzdolmetschen [1 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich Stress beim simultanen Konferenzdolmetschen. Obwohl bereits einige Forschungsarbeiten zum Thema vorliegen, sind dennoch noch viele Fragen offen. Ziel dieser Arbeit ist es, herauszufinden, inwieweit KonferenzdolmetscherInnen mit beruflichem Stress zu tun haben und wie sie damit umgehen. Es wird von der Hypothese ausgegangen, dass KonferenzdolmetscherInnen, die in erster Linie simultan arbeiten, unter großem Stress stehen, jedoch im Laufe ihrer Karriere Strategien entwickelt haben, die sie zur Bewältigung desselben einsetzen. Zu Beginn wird eine Einführung in verschiedene Arten des Dolmetschens und die damit verbundenen Anforderungen geboten, wobei das Hauptaugenmerk auf dem simultanen Konferenzdolmetschen liegt. Anschließend wird auf Stress im Allgemeinen eingegangen. Im Zuge dessen werden verschiedene Stressoren, Stressreaktionen und Bewältigungsstrategien diskutiert. Am Ende des Theorieteils steht ein Kapitel über Stress beim simultanen Konferenzdolmetschen. Der empirische Teil basiert auf sieben Leitfadeninterviews, die mit vorwiegend simultan arbeitenden Konferenzdolmetscherinnen geführt wurden. Die Interviews wurden transkribiert und anhand einer Kombination aus qualitativer Inhaltsanalyse und Textreduktionsverfahren ausgewertet. Dabei stellte sich heraus, dass beim simultanen Konferenzdolmetschen verschiedene Stressoren eine Rolle spielen, angefangen von Zeitdruck bis hin zu Versagensängsten. Bezüglich Stressreaktionen konnte eine Unterteilung in körperliche, behaviorale und kognitiv-emotionale Reaktionen vorgenommen werden. Die Untersuchung ergab außerdem, dass die Befragten eine Vielzahl an problemorientierten und reaktionsorientierten Copingstrategien einsetzen.Die Stressbewältigung der Dolmetscherinnen beginnt bei guter Vorbereitung und reicht über Ablenkung bis hin zu Körperarbeit mittels Yoga und Atemübungen.Die zu Beginn aufgestellte Hypothese konnte demnach durch die Auswertung der Interviews verifiziert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

This master?s thesis addresses stress in simultaneous conference interpreting. Although there has been some research on the topic, there are still numerous open questions about it. The aim of the master?s thesis is to find out to what extent conference interpreters are confronted with stress and how they handle it. The main hypothesis is that conference interpreters who predominantly work in the simultaneous mode face a considerable amount of stressors in their professional tasks, but have developed corresponding coping strategies in the course of their career. The first chapter of the master?s thesis presents different interpreting modes and their respective demands on interpreters, focusing on simultaneous conference interpreting. Next there is an overview of stress in general, discussing different stressors, stress reactions and coping strategies. The following chapter takes a close look at stress in simultaneous conference interpreting. The empirical part of the thesis is based on seven semi-structured interviews that were carried out with conference interpreters who mainly work in the simultaneous mode. The interviews were transcibed and subsequently analysed, using a combination of qualitative content analysis and text reduction. The results of this analysis show that a variety of stressors matter in simultaneous conference interpretation, from time pressure to fear of failure. Related stress reactions can be divided into physical, behavioral and cognitive-emotional reactions. Furthermore, the study shows that the interviewees apply a large number of problem-oriented and reaction-oriented coping strategies. These strategies include good preparation, distraction and bodywork, e. g. yoga and breathing exercises. By analysing the interviews, the hypothesis formulated in the beginning was verified.