Titelaufnahme

Titel
Das Dereci-Urteil des EuGH : Aufenthaltsrechte von Drittstaatsangehörigen / von Bernd Koweindl
Verfasser/ VerfasserinKoweindl, Bernd
Begutachter / BegutachterinFolz, Hans-Peter
Erschienen2014
Umfang93 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Aufenthaltsrecht / Familienzusammenführung / Österreich / Aufenthaltsrecht / Familienzusammenführung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-60284 Persistent Identifier (URN)
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Das Dereci-Urteil des EuGH [1.43 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit bespricht das Dereci-Urteil des EuGH vom 15. November 2011. Dieses Urteil ergeht über fünf verschiedene Sachverhalte, die die Aufenthaltsrechte von Drittstaatenangehörigen, das sind Personen, die keine Staatszugehörigkeit eines Mitgliedstaates der EU besitzen, zum Gegenstand haben. Diese Drittstaatsangehörigen in der Rs Dereci möchten ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht im Hoheitsgebiet Österreichs erlangen, um mit ihren Familienangehörigen zusammenzuleben. Dies wird von den österreichischen Behörden jedoch verweigert. Da die Familienangehörigen österreichische Staatsangehörige sind, sind sie auch Unionsbürger und daher ist teilweise der Bezug zum Europarecht, der auf den ersten Blick vielleicht nicht sofort erkennbar ist, hergestellt.Es soll mit dieser Arbeit dargelegt werden, unter welchen Bedingungen und Voraussetzungen Drittstaatsangehörigen anhand der für das Dereci-Urteil relevanten Rechtsvorschriften Aufenthaltsrechte zukommen und wie diese ausgestaltet sind.Die Gliederung dieser Arbeit gestaltet sich folgendermaßen: Zuerst werden die fünf Sachverhalte und die Vorlagefragen des VwGH an den EuGH erörtert. Im Anschluss werden zwei Richtlinien, nämlich die RL 2003/86/EG und die RL 2004/38/EG, behandelt. Anschließend werden die Unionsbürgerschaft nach den Art 20, 21 AEUV und der Art 7 GRC dargestellt. Und als letzter Punkt wird noch das Assoziierungabkommen EU-Türkei abgehandelt. Dieses Abkommen ist jedoch nur auf einen der fünf in der Rs Dereci enthaltenen Sachverhalte anzuwenden.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis discusses the Dereci-decision of the EuGH of 15 November 2011. The decisionincludes five different facts dealing with the right of residence for third-country nationals.Third-country nationals from the Dereci case claim a right of permanent residence in Austriaas they want to stay together with their family members. However, the Austrian publicauthorities refuse this. The family members are Austrians, and so they have EU citizenship.That is one reason for the application of European Union law.This thesis tries to give a summary of the statutory provision, which is important for theDereci-decision. In addition, it illustrates the five facts including the questions that refer to apreliminary ruling by the Supreme Administrative Court. Subsequently, the Directives2003/86 and 2004/38 will be a major point for discussion before dealing with the citizenshipof the European Union (Article 20, 21 TFEU) and Article 7 Charta of fundamental rights ofthe European Union (Respect for private and family life). The final part of this thesisaddresses the Association Agreement European Union-Turkey, which is only important forone of the five facts.