Titelaufnahme

Titel
Darstellungen auf österreichischen Banknoten der Zwischenkriegszeit / vorgelegt von Romana Schwarzenberger
Verfasser/ VerfasserinSchwarzenberger, Romana Maria
Begutachter / BegutachterinEberlein, Johann Konrad
Erschienen2014
Umfang126 Bl. : 2 Bl. Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung dt. und engl.
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Banknote / Illustration / Geschichte 1918-1938 / Österreich / Banknote / Illustration / Geschichte 1918-1938 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-60122 Persistent Identifier (URN)
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Darstellungen auf österreichischen Banknoten der Zwischenkriegszeit [4.01 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Diplomarbeit widmet sich den Bildern auf den österreichischen Banknoten der Zwischenkriegszeit. Geldscheine erfüllen in unserem Alltagsleben wichtige Aufgaben, wir haben ständig mit ihnen zu tun. Die Darstellungen gewinnen durch die Positionierung auf diesen wichtigen Papieren an Bedeutung. Sie zeigen Aspekte des kollektiven Bewusstseins einer Gemeinschaft auf. Österreich war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geprägt von den Weltkriegen, sie und ihre Folgen waren Teil des Alltags der Menschen. Insgesamt kann man von einer sehr instabilen Situation sprechen. Ein Kapitel der Arbeit befasst sich mit dem kulturellen Bewusstsein im sogenannten "Restösterreich" und dem späteren "Ständestaat". In die entsprechenden Systeme waren die entwerfenden Künstler, denen auch ein Teil der Arbeit gewidmet ist, eingebettet. Es handelte sich dabei natürlich um etablierte und staatlich anerkannte Kunstschaffende.Ein Charakteristikum der österreichischen Banknoten der Zwischenkriegszeit ist die häufige Verwendung von weiblichen Idealbildern. Diese Gewohnheit stammt noch aus der Zeit vor 1918, teilweise wurden sogar die Darstellungen übernommen. Es sind dominante mächtige Frauen, die aufgesockelt dastehen und auf den Betrachter herabschauen. Sie wirken unerreichbar. Aber warum wurden ausgerechnet Herrinnen für die Bebilderung der Banknoten als Motiv gewählt? Diese Darstellungen passen jedenfalls nicht zur Fiktion von Frauen als den Benachteiligten in einer patriarchalen Gesellschaft. Anfangs tragen sie antikisierende Kleidung und Attribute und erinnern an griechische Göttinnen. Es kommt zu einem Wandel, Olivenzweige und Lorbeerkränze werden durch Eichenlaub und Edelweiß ersetzt. Die Frauen sind auch zunehmend alpenländisch gekleidet. Ihre dominante Ausstrahlung ändert sich jedoch nicht. Was kann diese Haltung bedeuten? Das ist die wichtigste Fragestellung in der vorliegenden Arbeit.

Zusammenfassung (Englisch)

This degree thesis examines the images on Austrian paper money during the interwar period. Banknotes fulfil important tasks in our everyday life, we have always to deal with them. They are usually printed with pictures. The images gain in importance by positioning on this important papers and depicting aspects of the collective awareness of a society. In the first half of the 20th century Austria was influenced by the world wars, they and their consequences were part of everyday life of the people. Altogether we can call it a very instable situation. One chapter of this text concerns to the cultural awareness in so-called "Restösterreich" and the later "Ständestaat". The artists, which drafted the pictures, were imbedded in this systems. Certainly they have been well-established and state-accepted. A characteristic of the Austrian Banknotes in the inter-war period is the frequent use of female beauties. This practice dates back to the time before 1918, sometimes even the pictures were taken. The women are dominant and powerful, they are positioned on a pedestal and look down to the viewer. They seem unattainable. But why mistresses were chosen as a motive for the imaging of banknotes? This images dont correspond to the idea of women as disadvantaged group in a patriarchal society. At first they wear antic-like clothing and attributes, they remember to Hellenistic goddesses. A change happened, olive branches and laurel wreaths are replaced by oak leaves and edelweiss. And the clothes remember increasingly to alpine dressings. But the dominant appearance does not change. What may mean this fact? That is the most important question in this text.