Titelaufnahme

Titel
Die ungefassten spätgotischen Holzbildwerke : Überlegungen zum Forschungsstand / vorgelegt von Ines Lugger
Verfasser/ VerfasserinLugger, Ines
Begutachter / BegutachterinEberlein, Johann Konrad
Erschienen2014
Umfang169 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; zahlr. Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Holzplastik / Gotik / Holzplastik / Gotik / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-60008 Persistent Identifier (URN)
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Die ungefassten spätgotischen Holzbildwerke [23.78 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Thema der vorliegenden Diplomarbeit bildet eine fachspezifische Darstellung der Besonderheit der ungefassten spätgotischen Holzbildwerke. Diese wurden zeitgleich von namhaften Bildschnitzern gefertigt, welche auch polychrome Skulpturen schufen. Solch ungefasste Holzbildwerke weisen eine schnitztechnisch sehr hochwertige Oberflächendifferenzierung auf, die unter Verwendung verschiedener Punzen, Stempeln, Graviereisen und Schnitzmessern erzeugt wurde. Ebenso können ungefasste spätgotische Holzbildwerke auch partielle Teilbemalungen zeigen, die in erster Linie zur Hervorhebung besonderer Partien, wie z.B. der Augen, Lippen oder Wundmale eingesetzt wurden und sich direkt auf der Holzoberfläche befinden. Aufgrund von technisch fundierten Restaurierungen konnte bestätigt werden, dass ungefasste spätgotische Holzbildwerke einen pigmentierten oder mit Farbstoffen versehenen lasurhaften Leimüberzug erhielten, der als abschließende entmaterialisierende Oberflächenveredelung fungierte. Obwohl sich die Forschung seit den 1960er Jahren vermehrt mit dieser Thematik auseinandersetzte, konnte bis heute kein klar definierter Begriff dafür festgelegt werden. In der Literatur werden Benennungsvorschläge wie "halbgefasst", "partiell bemalte holzfarbene Bildwerke", "nichtpolychrome Skulpturen" oder "holzsichtige Skulpturen" angeführt. Ebenso fand in der Forschung bisher noch keine Einigung über die Ursache des Verzichts auf Polychromie statt. Die Thematik der ungefassten spätgotischen Holzbildwerke bildet einen sehr komplexen Gegenstand bei dem noch längst nicht alle offenen Fragen beantwortet sind. Deshalb ist für die Zukunft eine enge Zusammenarbeit zwischen Restauratoren und Kunsthistorikern erforderlich, um durch technisch fundierte Untersuchungen, wie durch archivalische Quellenkunde zu haltbaren Ergebnissen zu kommen.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis aims to provide a specialized account of the distinctive features of unpolychromed Late Gothic wood sculptures. These were made by renowned carvers, who simultaneously created polychrome sculptures. Such unpolychromed wood sculptures exhibit a very high quality of carving technique and surface differentiation, achieved by using a variety of punches, stamps, engraving tools and carving knives. Unpolychromed Late Gothic wood sculptures can also show partial paintings, which were primarily used to highlight specific parts such as the eyes, lips or stigmata, and which are located directly on the surface of the wood. With the help of technically-based restorations, it was possible to confirm that such unpolychromed Late Gothic wood sculptures were given a pigmented or glaze gluecoat with dyes; this gluecoat acted as a final dematerializing surface finishing. Although research has increasingly dealt with this subject since the 1960s, it has not yet been possible to arrive at a clear definition of terms. Literature relies on suggested German-language terms such as "halbgefasst" ("semi-polychromed"), "partiell bemalte holzfarbene Bildwerke" ("partially painted wood-coloured sculptures"), "nichtpolychrome Skulpturen" ("unpolychromed sculptures") or "holzsichtige Skulpturen" ("wood-visible sculptures"). Also research has not yet established agreement on the cause of the abandonment of polychromy. The topic of unpolychromed Late Gothic wood sculptures is a very complex one, and a number of details have not yet been answered. Therefore, it will be essential in the future for conservators and art historians to collaborate closely to get lasting results, while complementing technical investigation and archival source study.

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