Titelaufnahme

Titel
Konzepte und Rahmenbedingungen der Solidarischen Ökonomie in Österreich / vorgelegt von Silvia Miranda Aguirre
Verfasser/ VerfasserinMiranda Aguirre, Silvia
Begutachter / BegutachterinUngericht, Bernhard
Erschienen2014
UmfangVII, 116 : Zsfassung (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Solidarische Ökonomie / Österreich / Solidarische Ökonomie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-59938 Persistent Identifier (URN)
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Konzepte und Rahmenbedingungen der Solidarischen Ökonomie in Österreich [1.19 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Angesichts der multiplen Krisen der Gegenwart in den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales steigt weltweit das Interesse an alternativen Lebens- und Wirtschaftsweisen. Darunter befindet sich auch die Solidarische Ökonomie, die als Sammelbegriff für vielfältige Formen des Wirtschaftens steht. Hier stehen nicht der Profit, sondern der Mensch und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt. Trotz umfangreicher internationaler Erfahrungen und einer aufkeimenden theoretischen Auseinandersetzung konnten die Initiativen und Ansätze der alternativen Wirtschaftsform bislang in Österreich kaum Fuß fassen. Die vorliegende Magisterarbeit stellt demnach die Frage, welche Maßnahmen für die erfolgreiche Etablierung einer emanzipatorischen Solidarwirtschaft hierzulande ergriffen werden können. Zur Charakterisierung der Solidarischen Ökonomie wird zunächst auf die ideengeschichtliche Entwicklung eingegangen und eine begriffliche Bestimmung vorgenommen. Vor diesem Hintergrund werden im nächsten Schritt die Grundsätze der ökonomischen Alternative erläutert. Anschließend werden die Hemmnisse für Unternehmen der Solidarischen Ökonomie eruiert. Einerseits sind die Unternehmen in eine kapitalorientierte Wirtschaftsordnung eingebettet und werden bei der Realisierung ihrer Prinzipien durch eingefahrene ökonomische Strukturen und Denkweisen behindert, andererseits spielen auch innerbetriebliche Schwierigkeiten eine gewichtige Rolle. Aus diesen Herausforderungen werden abschließend Vorschläge für Handlungsmöglichkeiten abgeleitet. Zur Identifikation der notwendigen Maßnahmen tragen Fallbeispiele aus Ländern bei, in denen sich die alternativen Wirtschaftsformen im Vergleich zu Österreich erfolgreicher etablieren konnten. Somit zeigt diese Arbeit den Unternehmen der Solidarischen Ökonomie Möglichkeiten auf, ihre Schwierigkeiten zu bewältigen.

Zusammenfassung (Englisch)

In the face of multiple crises in the economic, ecological and social sector an interest throughout the world is growing to find alternative ways of how living and economy can be managed. One way is defined as the solidarity economy, which involves manifold economic activities prioritizing the human being and its needs instead of profit-making. Wide practical experiences have already been achieved and theoretical discussions are increasing. However, initiatives and projects of the solidarity economy have hardly gained ground in Austria. This led to the question of which kinds of measures are necessary to successfully establish the solidarity economy in this country. For this purpose, the thesis provides, firstly, a characterization of the alternative model. Since a consistent theoretical and conceptual framework has not been constituted yet, the historical development is addressed and an initial definition of solidarity economy is given. Against this background the principles of the alternative economic model are elaborated. Furthermore, obstacles of the enterprises of the solidarity economy are identified. One difficulty is that the alternative companies are embedded into a profit-oriented economic system and their efforts to realize their principles are undermined by entrenched economic structures and ways of thinking. Moreover, intra-enterprise difficulties are playing an important role in this context. Finally, recommendations for possible courses of action are submitted, which are deduced on the basis of the identified challenges. Case studies from countries, in which solidarity companies were established more successfully than in Austria, contribute to the elaboration of proposals. These recommendations illustrate possibilities for solidarity enterprises to tackle their challenges.