Titelaufnahme

Titel
Frühe Vorhersage von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten : wie geeignet sind die herkömmlichen Prädiktoren? / Lisa S. M. Kaiser
Verfasser/ VerfasserinKaiser, Lisa S. M.
Begutachter / BegutachterinLanderl, Karin
Erschienen2014
Umfang106 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Grundschulkind / Lesestörung / Rechenschwäche / Prädiktor / Grundschulkind / Lesestörung / Rechenschwäche / Prädiktor / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-59929 Persistent Identifier (URN)
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Frühe Vorhersage von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten [2.15 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Längsschnittstudie untersucht, ob die herkömmlichen Prädiktoren (phonologische Bewusstheit, phonologisches Kurzzeitgedächtnis, Benennungsgeschwindigkeit, Buchstabenwissen), erhoben vor und nach dem ersten Schuljahr, geeignet sind, um Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten im zweiten Schuljahr vorherzusagen. Dazu wurden deutschsprachige Kinder untersucht, 42 Kinder mit schwacher Leseleistung sowie 62 mit schwacher Rechtschreibleistung hinsichtlich ihrer Fähigkeiten in den Prädiktionsaufgaben, schriftsprachlichen und kognitiven Leistungen analysiert. Die Kontrollgruppen (216 unauffällige LeserInnen, 179 unauffällige RechtschreiberInnen) schlossen die Kinder aus denselben Klassen ein. Vor der formalen Beschulung stellte ausschließlich die Benennungsgeschwindigkeit einen Prädiktor für die Leseschwäche dar und kein vermuteter Prädiktor konnte eine Rechtschreibschwäche signifikant vorhersagen. Nach dem 1. Schuljahr eigneten sich von den herkömmlichen Prädiktoren die phonologische Bewusstheit und die Benennungsgeschwindigkeit als Prädiktoren für eine spätere Leseschwäche, die Rechtschreibschwäche wurde durch die phonologische Bewusstheit prädiziert. Wenn die schriftsprachlichen Leistungen am Ende der ersten Klasse als Prädiktoren einbezogen wurden stellten diese die wichtigsten Prädiktoren für eine Lese- bzw. Rechtschreibschwäche dar. Diese Ergebnisse zeigen, dass frühe Schwierigkeiten in den schriftsprachlichen Fähigkeiten Indikatoren für spätere schriftsprachliche Schwächen sind.

Zusammenfassung (Englisch)

The present longitudinal thesis discusses if frequently used predictors (phonological awareness, naming speed, phonological short-term memory, letter knowledge) diagnosed right before and after the first year of elementary school are suitable to predict reading and spelling difficulties in second grade. Therefore German speaking children were examined, 42 of them showed reading disabilities and 62 showed spelling disabilities in terms of their skills in the prediction tasks, their literacy skills and cognitive performance. The control groups (216 and 179 children with normal reading or spelling performance) included children of the same classes. Prior to formal schooling only naming speed predicted reading disabilities but no suspected predictor was able to predict spelling disabilities. After the first school year the conventional predictors phonological awareness and naming speed predicted later reading disabilities and phonological awareness predicted spelling disabilities. If the literacy skills at the end of the first school year were included as predictors then these were the most important predictors of later reading and spelling weakness. The results of this study indicate that early difficulties with literacy skills are a clear indicator of future literacy problems.