Titelaufnahme

Titel
Die Beziehung zwischen habitueller körperlicher Aktivität und physischem Selbstwert / vorgelegt von Christina-Maria Schlegl
Verfasser/ VerfasserinSchlegel, Christina-Maria
Begutachter / BegutachterinSchwerdtfeger, Andreas
Erschienen2014
Umfang106 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Körperliche Aktivität / Selbstwertgefühl / Körperliche Aktivität / Selbstwertgefühl / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-59887 Persistent Identifier (URN)
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Die Beziehung zwischen habitueller körperlicher Aktivität und physischem Selbstwert [2.41 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund. Frühere Studien untersuchten körperliche Aktivität in Verbindung mit verschiedenen Selbstwertkomponenten meist anhand von sportbasierten Interventionen oder mittels Erhebung körperlicher Aktivität durch Fragebögen. Zweck dieser Studie war es nun die Beziehung zwischen objektiv erhobener habitueller körperlicher Aktivität und dem physischen Selbstwert an einer österreichischen Erwachsenenstichprobe zu erheben. In diesem Zusammenhang wurde ebenso selbst zugeschriebene physische Attraktivität betrachtet, da diese als änderungssensitivere Teilkomponente des physischen Selbstwertes vermutet wurde. Methode. In die Analysen gingen Daten von 88 ProbandInnen (48 Frauen und 40 Männer) im Alter von 19 bis 75 Jahren ein. Die körperliche Aktivität wurde an vier aufeinanderfolgenden Tagen mittels triaxialen Beschleunigungssensoren (Actigraph GT3X+) erfasst. Die Selbstwertkomponenten wurden mit der Multidimensionalen Selbstwertskala (MSWS; Schütz & Sellin, 2006) erhoben. Die Studie umfasste ein korrelatives Design. Ergebnisse. Es zeigte sich kein Haupt-, jedoch ein durch das Alter moderierter Effekt. So konnte ein positiver Zusammenhang zwischen habitueller körperlicher Aktivität (sog. ?Counts? als objektives Aktivitätsmaß) und dem physischen Selbstwert für jüngere, aber nicht für ältere Personen gefunden werden. Entgegen der Annahme zeigte sich kein Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und selbst zugeschriebener physischer Attraktivität. Anders als erwartet unterschieden sich die Korrelationen von körperlicher Aktivität mit dem physischen Selbstwert und von körperlicher Aktivität mit selbst zugeschriebener physischer Attraktivität nicht signifikant voneinander. Conclusio. Habituelle körperliche Aktivität scheint sich für jüngere Erwachsene positiv auf den (physischen) Selbstwert und/oder jener sich auf die Ausführung körperlicher Aktivität auszuwirken. Zur Stärkung der Befunde dieser Studie sowie zur Klärung der Wirkrichtung sind weitere Studien sinnvoll.

Zusammenfassung (Englisch)

Background. Previous studies examined the association between physical activity and dimensions of self-esteem. In most of those studies exercise-based interventions were implemented or physical activity was measured by questionnaires. The aim of this study was to examine the relation between objectively measured habitual physical activity and physical self-esteem on a sample of Austrian adults. Self-esteem referring to physical attractiveness was also considered, as this assumed dimension of self-esteem was supposed to be more sensitive to change than physical self-esteem. Methods. Data analysis was conducted with data of 88 participants (48 women and 40 men) aged between 19 and 75 years. Physical activity was measured by triaxial accelerometers (Actigraph GT3X+) within four consecutive days. Dimensions of self-esteem were measured by the German questionnaire Multidimensionale Selbstwertskala (MSWS; Schütz & Sellin, 2006). The design of the study was a correlative one. Results. Although there was no main effect found, an effect moderated by age occured. A positive correlation between physical activity (so-called ?counts? as an objective measure of activity) and physical self-esteem was found only for younger but not for older adults. Contrary to expectation there was no significant relation found between physical activity and perceived physical attractiveness. Against assumption the correlation between physical activity and physical self-esteem and the correlation between physical activity and perceived physical attractiveness did not differ significantly. Conclusion. The results of this study suggest that habitual physical activity affects physical self-esteem and/or that physical self-esteem in turn affects physical activity in younger adults. To support the findings of this study and to clarify the still unexplained causality of effects more research is needed.