Titelaufnahme

Titel
Kardiovaskuläre Reaktivität und soziale Ängstlichkeit von Studierenden in akademischen Leistungssituationen / Bettina Holzinger
Verfasser/ VerfasserinHolzinger, Bettina
Begutachter / BegutachterinPaechter, Manuela
Erschienen2014
Umfang141 Bl. : Zsfassung ( 2 Bl.) + 1 CD ; Kt., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Rede / Sozialangst / Herzfrequenz / Elektrokardiogramm / Rede / Sozialangst / Herzfrequenz / Elektrokardiogramm / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-59783 Persistent Identifier (URN)
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Kardiovaskuläre Reaktivität und soziale Ängstlichkeit von Studierenden in akademischen Leistungssituationen [1.88 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Theorie. Im Laufe ihres Studiums sind Studierende immer wieder sozialen Leistungssituationen, wie dem Halten von Vorträgen, ausgesetzt. Die darauf folgende physiologische Stressreaktion sollte bei sozial ängstlichen Personen verstärkt auftreten. Die vorliegende Untersuchung überprüfte den Einfluss von sozialer Ängstlichkeit und anderen Persönlichkeitsmerkmalen auf die kardiovaskuläre Reaktivität von Studierenden in einer Stresssituation. Methode. 62 Psychologie-Studierende (48 Frauen, 14 Männer) hielten im Rahmen einer Lehrveranstaltung der Karl Franzens Universität Graz ein Referat. Die kardiovaskulären Parameter wurden mit Hilfe eines Langzeit-EKGs über 42 Stunden erhoben. Zur Überprüfung der sozialen Ängstlichkeit wurde die Social Interaction Anxiety Scale (Stangier et al., 1999) verwendet. Andere Persönlichkeitsmerkmale betrafen den positiven und negativen Affekt sowie die Tendenz, sich zu sorgen. Ergebnisse. Es konnte kein Einfluss der sozialen Ängstlichkeit und der anderen Parameter auf die Herzrate und die Herzratenvariabilität bei Beginn des Referats und fünf Minuten nach Ende des Referats gefunden werden. Es zeigte sich jedoch ein Zusammenhang zwischen der sozialen Ängstlichkeit und der Angst vor Beginn des Referats. Fazit. Soziale Ängstlichkeit zeigte keinen Einfluss auf die kardiovaskuläre Reaktivität in einer Stresssituation. Eine zu geringe Ausprägung der sozialen Ängstlichkeit in der Stichprobe könnte das Finden von Effekten erschwert haben. State-Faktoren als Mediatoren zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und kardiovaskulären Reaktionen werden diskutiert.

Zusammenfassung (Englisch)

Theory. The physiological stress response in the academic context has a typical pattern, especially increased heart rate, decreased heart rate variability and increased blood pressure. Over the time of their studies, students are often exposed to social performance situations, such as giving a presentation. The ensuing stress response should increasingly occur in socially anxious individuals. The present study examined the influence of social anxiety and other personality characteristics on the cardiovascular reactivity of students in a stressful situation. Method. 62 students of psychology (48 women, 14 men) held a presentation in a course organized by the University of Graz. The cardiovascular parameters were recorded with the aid of a long-term ECG for 42 hours. To examine social anxiety the Social Interaction Anxiety Scale (Stangier et al., 1999) was used. Other personality traits tested were the positive and negative affect, as well as the tendency to worry. Results. There was no influence of social anxiety and the other parameters on heart rate and heart rate variability at the beginning of the presentation and five minutes after the end of the presentation. However, there was a correlation between social anxiety and the state anxiety before the beginning of the presentation. Conclusion. Social anxiety had no effect on the cardiovascular reactivity in a stressful situation. The low mean of social anxiety in the sample could have made it difficult to find effects. State - Factors as mediators between personality traits and cardiovascular reactions are discussed.