Titelaufnahme

Titel
Von Frauen in Kriegen und bewaffneten Auseinandersetzungen : gesellschaftliche, rechtliche und militärische Stellung von Frauen von den Söldnerheeren unter Kaiser Maximilian I. bis zu Gaddafis Leibgarde / vorgelegt von Anja Schöggl
Verfasser/ VerfasserinSchöggl, Anja
Begutachter / BegutachterinSchmidlechner-Lienhart, Karin Maria
Erschienen2014
Umfang100 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Frau / Krieg / Geschichte / Frau / Krieg / Geschichte / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-59757 Persistent Identifier (URN)
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Von Frauen in Kriegen und bewaffneten Auseinandersetzungen [1.34 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Söldnertum gilt als ein Gewerbe, das es immer schon gegeben hat. Welche Rolle spielen Frauen im Militär? Beginnend in Antike lassen sich erste Aufzeichnungen über Frauen im Krieg finden. Kaiser Maximilian I. entdeckt Ende des 15. Jahrhunderts das antike Söldnerwesen. Die aktive Teilnahme am Kampf blieb ihnen verwehrt, es bleiben Berufe wie Versorgerin, Krankenschwester, Verwalterin oder Hure. Auch wenn Frauen im Krieg als Söldnerinnen oder Kämpferinnen aktiv teilnehmen, wird ihnen weder Dank noch Anerkennung für ihre Taten gezollt. Mit der Bildung europäischer Nationalstaaten um der Einführung einer allgemeinen Wehrpflicht verschwinden Söldnerheere. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg spielen Frauen wichtige Rollen, dürfen aber nicht direkt an der Front kämpfen. Als erster Staat verpflichtet Israel zeitgleich seine weiblichen Staatsbürger zum Wehrdienst. Die symbolische Bedeutung eines Amazonencorps macht sich der libysche Ex-Diktator Gaddafi zu Nutze. Nun sind die klassischen Söldnerheere verschwunden. Private Militärfirmen ziehen in Kriege, werden ganz offiziell von Staaten finanziert, bilden aber moderne Söldnertruppen aus. Frauen ist der Zugang nicht mehr verwehrt. Viele Frauen ziehen heute in Kriege. Im Fall Lynndie England wird erstmals global und medial bekannt, dass auch Frauen foltern können. Berühmte Frauen, die mutig in den Krieg ziehen, hat es immer gegeben. Die Amazonenheere in der Antike, bis hin zum Inbegriff einer Kriegerin, Johanna von Orléans, den Marketenderinnen und Huren in den Landsknechtheeren des 30-jährigen Kriegen, den ersten Frauenrechtlerinnen um Olympe de Gouges in der Französischen Revolution bis hin zur weiblichen Beteiligung in den globalen Kriegen des 20. Jahrhunderts und den kolonialen Befreiungskriegen. Das weibliche Geschlecht und das Tragen einer Waffe sind kein Widerspruch mehr, dennoch bekommen Frauen in dieser Sparte nicht jene Reputation, wie ihre männlichen Kollegen.

Zusammenfassung (Englisch)

Mercenary armies are one of the oldest businesses. Which role have women played in this field? The first records of women and war are the Amazon armies. Afterwards, emperor Maximilian I. discovered in the 90s of the 15th century the ancient mercenary armies and started to reanimate this field. Women contribute a lot: The active participation was refused, the only possibility to fight was "cross dressing" ? the assumption of an male identity. Women took occupations as provider, nurse, administrator or prostitute. If women start to fight for their rights and for equal treatment, first time during French Revolution, this demand gets nipped in the bud by the male citizens. With the rise of European national states and the introduction of general conscription, mercenary armies completely vanish in Europe. In the First and Second World War women play important roles. The first state, that obligates women for their army, was Israel. Of the symbolic meaning of an Amazones army, the ex-dictator Gaddafi took advantage from. Nowadays private military enterprises wage wars. For women, the entry is not denied generally. The case of Lynndie England makes it popular for the first time that not only men are up to outrages in wars, but women are able to torture as well. Famous women, that intend into war bravely, have always existed. The Amazon armies in the ancient world have not been personalised, this happened a few hundred years later the first time with Jeanne d?Arc. Afterwards, the market-women and the prostitutes in the lansquenet armies of Maximilian I. participate in the 30-years War, during French Revolution, the first suffragettes around Olympe de Gouges raised. Female soldiers participated as well in the global wars of the 20th century and the colonial liberation wars. Today the female gender and military as well as wearing a weapon for women is no longer an antagonism, but women do not receive the kind of reputation, their male counterparts do.