Titelaufnahme

Titel
Corporate Governance und Unternehmensperformance / Michaela Kainz
Verfasser/ VerfasserinKainz, Michaela
Begutachter / BegutachterinWagenhofer, Alfred
Erschienen2014
UmfangVI, 94 Bl. : Zsfassungen (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Corporate Governance / Corporate Governance / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-59676 Persistent Identifier (URN)
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Corporate Governance und Unternehmensperformance [0.94 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Speziell nach zahlreichen Krisen und Unternehmensskandalen ist die Wiedergewinnung des Investorenvertrauens gemeinsames Ziel diverser CG-Bewegungen. Dabei stellt sich die Frage, ob die unterschiedlichen CG-Regelungen eine Auswirkung auf die finanzielle Unternehmensperformance haben. Zielsetzung der Arbeit ist die Diskussion der Beziehung von CG und Unternehmensperformance primär anhand jener empirischen Studien, die die Unternehmensperformance in Abhängigkeit der Größe und Zusammensetzung des Board of Directors als auch des Aktienbesitzes des Managements betrachten. Zentrales Ergebnis dieser Diskussion ist, dass eine Beschränkung der Boardgröße oder eine Begrenzung der Managementvertretung im Board nicht zwingend für alle Unternehmen vorteilhaft ist. Ferner ist die CEO-Dualität nicht per se dysfunktional und der Anteilsbesitz des Managements führt nicht universell zu einer Interessenangleichung zwischen Managern und Aktionären. Ein Grund für die inkonsistenten Forschungsergebnisse ist, dass Unternehmensspezifika, Umweltbedingungen und Eigenschaften der beteiligten Akteure mitberücksichtigt werden müssen. Im Rahmen der eigenen empirischen Analyse wird mittels multipler linearer Regression untersucht, wie sich unter Beachtung geeigneter unternehmensspezifischer Merkmale die Boardgröße, die Boardunabhängigkeit und die Anteilsbeteiligung von Insidern auf die finanzielle Performance von 219 britischen börsennotierten Aktiengesellschaften über die Jahre 2005-2011 auswirken. Die Ergebnisse unterstreichen die Nichtanwendbarkeit eines einheitlichen Ansatzes von CG. Es kann gefolgert werden, dass eine Regelung von CG über Soft Law eine effektive Alternative zu einem auf zwingenden Rechtsvorschriften basierendem System ist. Durch die Comply-or-Explain Regeln diverser CG-Kodizes wird den Unternehmen ein gewisser Grad an Flexibilität eingeräumt, wodurch gute CG als Möglichkeit die Unternehmensperformance zu erhöhen betrachtet werden kann und nicht als bloße Compliance-Aufgabe.

Zusammenfassung (Englisch)

Common goal of various CG movements is the recovery of investor confidence, especially after numerous crises and corporate scandals. This raises the question whether the different CG regulations have an impact on the company's financial performance. The aim of this master thesis is the discussion of the relationship between CG and firm performance primarily on the basis of those empirical studies that consider the performance of the company depending on the size and composition of the board of directors as well as the shareholdings of management. The main result of this discussion is that a restriction of the board size or a limitation of management representation on the board of directors is not necessarily beneficial for all companies. Furthermore, CEO duality is not uniformly dysfunctional and the managerial ownership does not automatically lead to an alignment of interests of management and shareholders. One reason for the inconsistent findings is that companies' individual circumstances, environmental conditions and characteristics of the actors involved must be taken into account. Within the own empirical analysis, using multiple linear regression and appropriate control variables, it is examined how the board size, the board independence and the shareholdings of insiders affect the financial performance of 219 UK listed companies between 2005 and 2011. The results emphasize the inapplicability of a uniform approach to CG. It can be concluded that CG on soft law is an effective alternative to a rules-based system. Due to the comply-or-explain approach to CG companies are granted a degree of flexibility, whereby good CG can be considered as a way to increase the company's performance rather than just a compliance exercise.