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Title
Transkulturelle Kompetenz - (k)ein Thema für die Pflege? : soziologische Überlegungen zum Konzept der 'transkulturellen Pflege' / Waxenegger Anja
AuthorWaxenegger, Anja
CensorScherke Katharina
Published2014
DescriptionV, 166 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
Institutional NoteGraz, Univ., Masterarb., 2014
Annotation
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Transkulturelle Pflege / Transkulturelle Pflege / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-59583 Persistent Identifier (URN)
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Transkulturelle Kompetenz - (k)ein Thema für die Pflege? [2.24 mb]
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Abstract (German)

Das Interesse an Fragen betreffend Migration und Kultur ist in den letzten Jahrzehnten gestiegen. Vor diesem Hintergrund tritt auch die Beziehung von Migration und Gesundheit verstärkt ins Blickfeld der Aufmerksamkeit. Es lässt sich feststellen, dass der Einfluss, den die Migration auf die Gesundheit ausübt, durchaus kontrovers diskutiert wird. Trotz unterschiedlicher Ansichten, sind sich ExpertInnen grundsätzlich darüber einig, dass zugewanderte Bevölkerungsgruppen gesundheitlichen Belastungen im erhöhten Maß ausgesetzt sind. Der bisherige Stand der Forschung deutet ebenfalls darauf hin, dass MigrantInnen im Vergleich zur Aufnahmebevölkerung über einen schlechteren Zugang zum Gesundheitssystem verfügen, dass sie im Alter früher von Hilfs- und Pflegebedürftigkeit betroffen sind und dass es aufgrund von Verständigungsschwierigkeiten und unterschiedlichen kulturellen Vorstellungen bei der ärztlichen und pflegerischen Versorgung oft zu Konflikten und Non-Compliance kommt. Aufgrund der angeführten Forschungsergebnisse wird von Seiten der Politik sowie der Forschung an Beschäftigte des Gesundheits- und Pflegebereichs die Aufforderung zur transkulturellen Kompetenzerweiterung immer stärker herangetragen. In dieser Arbeit findet eine Auseinandersetzung mit transkultureller Kompetenz im Kontext professioneller Pflege aus soziologischer Sicht statt. Im Zentrum der Analyse steht die Bewertung der transkulturellen Pflege nach Leininger sowie der nach Domenig anhand ausgewählter soziologischer Ansätze. Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass Leiningers Konzept als äußerst mangelhaft, Domenigs Konzept trotz verbesserungswürdiger Punkte hingegen als durchwegs positiv einzustufen ist. Auch wenn Domenigs Konzept an sich positiv bewertet wird, bleibt an dieser Stelle dennoch unklar, ob ein Pflegekonzept, in dem der mehrdeutige Begriff Kultur eine tragende Rolle spielt, in der Pflegepraxis auch dazu im Stande ist, Kulturalisierungen zu umgehen und eine individuelle Pflege zu fördern.

Abstract (English)

The interest in issues relating to migration and culture has increased in recent decades. Against this background there is particular attention paid to the relationship between migration and health. It can be noted that the impact of migration concerning health is quite controversial. Despite there is some dissent on this issue; experts would basically agree that immigrated people are exposed to greater health risks. The current state of research also suggests that ? compared to the majority society ? migrants have got less access to the health system and their aged population is therefore more likely to be affected by health and care issues at an earlier age. Language problems and different cultural perceptions often lead to conflicts in and refusal of medical care and nursing. Based on these results, researchers such as political stakeholders claim for a thorough training on transcultural competence for employees in health and care field. This thesis deals with transcultural competence in the context of professional care from a sociological point of view. Based on selected sociological approaches, Leininger?s, as well as Domenig?s concept of transcultural nursing, is evaluated. Whereas Leininger?s concept has to be classified as highly deficient, Domenig?s concept ? even though minor remarks for improvement have been stated ? can be evaluated as quite positive. Although Domenig?s concept is seen as positive in theory, at this point it still remains uncertain, whether a care concept that is based on the ambiguous term of culture is appropriate to avoid culturalisation and to encourage individualised care in practice.