Titelaufnahme

Titel
Die territoriale Entwicklung der Gerichtsbarkeit und Verwaltung in Kärnten, Krain und dem Küstenland zwischen 1848 und 2013 / von Joachim Adolf Walter
Verfasser/ VerfasserinWalter, Joachim Adolf
Begutachter / BegutachterinFraydenegg Otto
Erschienen2013
Umfang164 Bl. : Zsfassung ; Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Kärnten / Krain / Verwaltung / Geschichte / Kärnten / Krain / Verwaltung / Geschichte / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-59319 Persistent Identifier (URN)
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Die territoriale Entwicklung der Gerichtsbarkeit und Verwaltung in Kärnten, Krain und dem Küstenland zwischen 1848 und 2013 [3.51 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Gerichtsbarkeit und die Verwaltung wurden nicht schon immer von voneinander unabhängigen Behörden besorgt. Diese Arbeit schildert die Entwicklung jenes Prozesses der schlussendlich zur Gewaltenteilung führte. Im Revolutionsjahr 1848 wurde die Gerichtsbarkeit erstmalig in allen Instanzen von der Verwaltung getrennt. Die Justizgewalt wurde so endgültig zum staatlichen Hoheitsrecht und die davor oft kompliziert anmutenden Beziehungen der Gerichte und ihrer einzelnen Organe untereinander, vereinfacht. Auf der untersten Ebene setzte man Bezirksgerichte ein. Im Jahr 1854 wurde die Gerichtsbarkeit und Verwaltung auf der untersten Ebene wieder zusammengelegt und bis 1867 in Krain bzw. 1868 in Kärnten und dem Küstenland von gemischten Bezirksämtern erledigt. Nur in den Städten Klagenfurt, Laibach, Neustadtl, Görz, Triest und Rovigno wurden städtisch delegierte Bezirksgerichte eingerichtet, welche allein für Rechtsfragen zuständig waren. 1867/68 kehrte man in Durchführung der zisleithanischen Dezemberverfassung 1867 zu dem System von 1848/49 zurück und vollzog somit endgültig die Trennung zwischen Gerichtsbarkeit und Verwaltung auf allen Staatsorganisationsebenen. Die tabellarische Darstellung der einzelnen Bezirkshauptmannschafts- bzw. Gerichtsstandorte zeigt an, wann sie eingerichtet, aktiviert aber auch aufgelassen wurden und in wie weit sich die örtliche Zuständigkeit der einzelnen Behörden im Laufe der Zeit geändert hat. In Kärnten gibt es heute 11 Bezirksgerichte. Ihre Standorte sind Klagenfurt, Villach, Hermagor, Ferlach, Sankt Veit an der Glan, Spittal an der Drau, Bleiburg, Eisenkappel, Völkermarkt, Wolfsberg und Feldkirchen. Die Standorte der Bezirkshauptmannschaften sind Feldkirchen, Hermagor, Klagenfurt Land, Spittal, St.Veit an der Glan, Villach Land, Völkermarkt und Wolfsberg. Daneben gibt es noch die beiden Statutarstädte Klagenfurt und Villach.

Zusammenfassung (Englisch)

The judiciary and the administration have not always been controlled by independent authorities. This paper describes the development process that ultimately led to the separation of powers. In the revolutionary year 1848, the jurisdiction was first separated in all instances from the administration.In this way the judiciary was definitively subject to state sovereignty and the often quite intricate relations between the courts and their individual bodies among each other were simplified. At the lowest level, district courts were implemented.In 1854, the jurisdiction and administration at the lowest level were merged again and run by mixed district offices until 1867 in Carniola and until 1868 in Carinthia and the Austrian Littoral. Only in the cities of Klagenfurt, Ljubljana, Nove Mesto, Gorizia, Trieste and Rovigno urban delegated district courts were established, which were solely responsible for legal issues.In the years 1867/68 by the implementation of the Cisleithanian constitution of December 1867 the system of 1848/49 was reintroduced and thus the separation between state jurisdiction and administration was finally accomplished on all levels of the organization.The tabular representation of district commissions and court locations shows when they were established, activated, and closed down and to what extent the local competence of each authority has changed over time. In Carinthia there are 11 district courts today. Their locations are Klagenfurt, Villach, Hermagor, Ferlach, Sankt Veit an der Glan, Spittal an der Drau, Bleiburg, Eisenkappel, Völkermarkt, Wolfsberg und Feldkirchen.The locations of the district commissions are Feldkirchen, Hermagor, Klagenfurt Land, Spittal, St. Veit an der Glan , Villach Land, Völkermarkt and Wolfsberg. There are also the two statutory towns Klagenfurt and Villach.