Titelaufnahme

Titel
The case for Europe-related learning : a single case study of a European Summer University / eingereicht von Elisabeth Görsdorf-Léchevin
Verfasser/ VerfasserinGörsdorf-Léchevin, Elisabeth Maria
Begutachter / BegutachterinLenz, Werner ; Sprung, Annette
Erschienen2014
Umfang525 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Europäische Union / Sommerkurs / Europäische Union / Sommerkurs / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-59229 Persistent Identifier (URN)
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The case for Europe-related learning [6.55 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zentrales Thema der vorliegenden Arbeit ist europabezogenes Lernen im Kontext universitärer Weiterbildung in einer vorrangig deutschsprachig geprägten Forschungskultur. In Abgrenzung zu den Begriffen Europaerziehung, Europabildung und Europakompetenz, die hauptsächlich den schulischen Bereich ansprechen, wird der Fokus europabezogenen Lernens auf Lern- und Lehrprozesse in der Weiterbildung gelegt. Sommeruniversitäten spielen hierbei eine wenig erforschte, zunehmend an Bedeutung gewinnende Rolle im universitären Kontext. Das theoretische Fundament basiert auf Erkenntnissen der primär (politischen) Bildungsforschung. Dabei tritt die Komplexität und Ambiguität der genuin multiperspektivischen Begriffe Europa/EU/Europäische Integration, Bildung/Lernen sowie Bürgerschaft hervor. Die Rolle der konstruktivistischen Wende im Rahmen von Lern- und Lehrprozessen wird ebenso wie die Entwicklung europabezogenen Lernens mit seinen relevanten Strömungen seit den 1960er Jahren erörtert. Der anschließende empirische Teil begibt sich auf Spurensuche von europabezogenen Lern- und Lehrprozessen im Rahmen des Europäischen Jugendkonvents in Cluny, Frankreich. Durchschnittlich 50 Studierende aus verschiedenen europäischen Ländern haben seit 2001 alljährlich die Möglichkeit, ein festgelegtes Generalthema zu diskutieren, gemeinsam im Konsens Ergebnisse zu erarbeiten und diese offiziell zu präsentieren. Dabei werden offene, selbstgesteuerte Lernformen eingesetzt, um demokratische Prozesse erleb- und erlernbar zu machen. Mittels einer explorativen Einzelfallstudie werden die Rahmenbedingungen der Sommeruniversität analysiert und Lern- wie auch Lehrprozesse im Rahmen der sechsten Ausgabe evaluiert. Abschließend werden Implikationen für europabezogenes Lernen in der Aus- und Weiterbildung von LehrerInnen abgeleitet, da diese als MultiplikatorInnen einen reflektierten, kritischen und pluralistischen Zugang zum Thema Europa ermöglichen und an weitere Generationen vermitteln können.

Zusammenfassung (Englisch)

The central theme of this thesis is Europe-related learning in the context of continuing higher education in a predominantly German-dominated research culture. In contrast to the concepts of Europabildung/European education, Europaerziehung/European education and Europakompetenz/European competence, which mainly address the school context, the focus of Europe-related learning is placed on general learning and teaching processes in education. Summer universities play a so far little researched, but increasingly significant role in the higher education context. The theoretical foundations are based on the findings of (citizenship) education research. The complexity and ambiguity of the genuinely multi-perspective notions Europe/EU/European integration, education/learning and citizenship emerge; moreover, the role of the constructivist turn for learning and teaching processes as well as the development of Europe-related learning with its relevant trends since the 1960s are discussed. The subsequent empirical part evaluates Europe-related learning and teaching processes at the Young European Citizens? Convention in Cluny, France. Since 2001, an average of 50 students per year, coming from different European countries, have had the opportunity to discuss a specified general topic, to jointly develop results by means of consensus and officially present them. Open, self-directed learning forms are applied to make democratic processes learnable and experiencable. In an explorative single case study, the framework of the summer university is analysed and learning processes in the context of the sixth edition are evaluated. Finally, implications of Europe-related learning for teacher training and continuing education are derived, as teachers can provide a reflected, critical and pluralistic approach to the subject matter and enable Europe-related learning to further generations in their function as multipliers.