Titelaufnahme

Titel
Korrelate der Religiosität und Spiritualität : Versuch einer integrativen Analyse der Zusammenhänge zwischen Persönlichkeitseigenschaften, Konstrukturen der Religiosität/Spiritualität und politischen Einstellungen anhand einer differenziellen Überprüfung an freichristlichen, katholischen und areligiösen Personenkreisen / Martin Guggenberger
Verfasser/ VerfasserinGuggenberger, Martin
Begutachter / BegutachterinArendasy Martin
Erschienen2013
UmfangVI, 95 Bl. : 2 Zsfassungen
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Persönlichkeitsfaktor / Religiosität / Spiritualität / Persönlichkeitsfaktor / Religiosität / Spiritualität / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-59179 Persistent Identifier (URN)
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Korrelate der Religiosität und Spiritualität [1.86 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Erforschung von Religiosität und Spiritualität in einem psychologischen Kontext stellt seit einiger Zeit ein weites und überaus interessantes wissenschaftliches Betätigungsfeld dar. Wissenschaftler wie Eysenck (1998), Saroglou (2002) oder Henningsgaard & Arnau (2008), konnten Verbindungen von Religiosität/Spiritualität zu verschiedenen Persönlichkeitseigenschaften ? vor allem Psychotizismus, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit ? nachweisen. Unbeantwortet blieb bisher jedoch die Frage, warum gerade die erwähnten Persönlichkeitsdimensionen im Zusammenhang mit Religiosität bzw. Spiritualität stehen.Um diese Frage beantworten zu können, wurden in der vorliegenden Arbeit verschiedene, als unterschiedlich religiös erachtete Gruppen (Freichristen, Katholiken und Areligiöse) hinsichtlich ihrer Religiosität/Spiritualität, Persönlichkeitseigenschaften, fundamentalistischen Tendenzen sowie politischen Einstellungen verglichen.Freichristen stellen sich in diesem Kontext als verträglichste, Areligiöse als offenste und ? in Hinsicht auf politische Einstellungen ? liberalste Gruppe heraus. Katholiken bewegen sich in Bezug auf Religiosität in einem gemäßigten Bereich zwischen Areligiösen und Freichristen, wobei die letzteren die höchsten Werte in beinahe allen Maßen der Religiosität aufweisen ? vor allem auch im Hinblick auf eine intrinsische religiöse Orientierung. Katholiken hingegen sind tendenziell extrinsischer orientiert als Freichristen. In einer Analyse der sozialen und ideologischen Hintergründe kann gezeigt werden, dass Unterschiede in der Herangehensweise an Glaubensfragen sich mit Unterschieden in den erhobenen psychologischen Variablen decken.Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass die Berücksichtigung von soziologisch inspirierten Erklärungsansätzen einen wertvollen Beitrag zur weiteren Aufklärung von Assoziationen zwischen Religiosität/Spiritualität und anderen psychologischen Konstrukten, insbesondere Persönlichkeitseigenschaften, leisten kann.

Zusammenfassung (Englisch)

The scientific study of religiosity and spirituality in a psychological context has proven to be quite fruitful over the past years. Authors like Eysenck (1998), Saroglou (2002) or Henningsgaard & Arnau (2008), concentrated on the research of religiosity and spirituality in the context of personality. These authors found especially strong associations between religiosity/spirituality and the personality dimensions Psychoticism, Agreeableness and Conscientousness.However, the question, why these personality characteristics are associated with religiosity and spirituality, remains unanswered until today. To shed some light at this question, the present study compares groups of different approaches to religiosity (catholic, pentecostal and irreligious Subjects) with regard to different measures of religiosity/spirituality, personality, fundamentalism and political opinions.The results show, that, whilst Pentecostals are the most agreeable group, Agnostics, Atheists and Subjects without any religious affirmation present themselves as most open to new experiences and least conservative, when it comes to their political opinions. Catholics can be described as moderate, regarding their religious affiliation. They score in a medium range on almost every used measure of religiosity and spirituality, with somewhat lower scores than Pentacostals, who got the highest outcomes in all of the religious/spiritual measures. The only exception is extrinsic religious orientation, where catholics got the highest scores. Not surprisingly, irreligious subjects obtained the lowest scores in all of the religious measures.The obtained differences in the measures of religiosity/spirituality, personality, fundamentalism, and political conservatism could be accounted for by consulting social and ideological backgrounds of the three examined groups.