Titelaufnahme

Titel
Rape as an international crime : the jurisprudence of the international tribunals with specific regard to the definition of Rape / eingereicht von Kerstin Schinnerl
Verfasser/ VerfasserinSchinnerl, Kerstin
Begutachter / BegutachterinBenedek Wolfgang
Erschienen2013
UmfangIV, 93 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Bewaffneter Konflikt / Vergewaltigung / Menschenrecht / Internationales Recht / Bewaffneter Konflikt / Vergewaltigung / Menschenrecht / Internationales Recht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-59167 Persistent Identifier (URN)
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Rape as an international crime [1.38 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Sexuelle Gewalt im bewaffneten Konflikt wurde jahrhundertelang nicht beachtet, da Vergewaltigungen als vernachlässigbarer Nebeneffekt von Kriegshandlungen betrachtet wurden. Diese Wahrnehmung änderte sich erst in den 90er Jahren, als die Kriege im ehemaligen Jugoslawien und der Völkermord in Ruanda weltweit Aufmerksamkeit für das Phänomen der gezielt eingesetzten sexuellen Gewalt gegen Frauen auslösten. Seither hat das Völkerrecht in Bezug auf das Verbot sexueller Gewalt eine beachtliche Entwicklung erlebt.Diese Diplomarbeit untersucht einerseits das Verbot sexueller Gewalt im Humanitären Völkerrecht und im Internationalen Strafrecht; andererseits widmet sich diese Arbeit einem bestimmten Aspekt dieses Verbots, der nach wie vor strittig ist ? nämlich der Frage, wie Vergewaltigung als völkerrechtliches Verbrechen überhaupt definiert sein sollte.Bereits die Genfer Konventionen und ihre Zusatzprotokolle enthalten explizite Verbote sexueller Gewalt; die darin enthaltenen Normen wurden jedoch im Bereich des Internationalen Strafrechts neu interpretiert und weiter ausgebaut. Insbesondere die Rechtsprechung des ICTY und des ICTR hat hierzu einen wertvollen Beitrag geleistet: beide Tribunale haben sexuelle Verbrechen sowohl als Verbrechen gegen die Menschlichkeit, als auch als Kriegsverbrechen und als Völkermord verfolgt.In ihrer Rsp haben die Tribunale außerdem erstmals internationale Definitionen für das Verbrechen der Vergewaltigung entwickelt. Die Urteile Akayesu, Furundzija und Kunarac enthalten die bisher einflussreichsten Definitionen. Darüber hinaus enthalten nun die "Elements of Crimes" des Internationalen Strafgerichtshofes die erste schriftlich niedergelegte Definition. Diese Arbeit analysiert die bisher vorgeschlagenen Definitionen und diskutiert, welche von ihnen für das internationale Verbrechen der Vergewaltigung am besten geeignet erscheint. Basierend darauf wird außerdem in Kapitel V (Conclusion) eine neue, alternative Formulierung vorgeschlagen.

Zusammenfassung (Englisch)

The issue of conflict-related sexual violence against women has been marginalized for centuries, since rape was considered a negligible side-effect of war. This perception only changed in the 1990ies, when the Yugoslav Wars and the Rwandan genocide revealed massive sexual atrocities that were often consciously employed as part of a military tactic. Since then, a rapid development concerning the prohibition of sexual violence can be observed in international law. This thesis has a twofold research purpose: Firstly, the protection against sexual violence is examined in International Humanitarian Law and International Criminal Law. Secondly, a currently still contentious aspect of this prohibition is specifically addressed ? the lack of a settled definition of rape as an international crime.While an explicit prohibition of rape is already laid down in the Geneva Conventions and their Additional Protocols, the scope of protection against sexual violence has been significantly expanded by the jurisprudence of the international criminal tribunals. Both the ICTY and the ICTR have prosecuted sexual violence under every category of international crimes contained in their statutes, i.e. as crimes against humanity, war crimes and genocide.In addition, the tribunals can be credited with developing the first international definitions of rape, since there was no definition of the crime in international law at the time of their establishment. So far, three principal definitions have emerged from the tribunals? case flow, which were contained in the Akayesu Judgment, the Furund?ija Judgment and the Kunarac et al. Judgment. Moreover, there is now a written definition of rape laid down in the Elements of Crimes of the International Criminal Court. This thesis analyzes each of these definitions in order to evaluate which of them is to be preferred. Lastly, Chapter V (Conclusion) includes a proposal for a new, alternative wording of the definition of rape as an international crime.