Titelaufnahme

Titel
Wandmalerei als Ordenspropaganda, Heiligeninszenierung und Familienrepräsentation : am Beispiel ausgewählter italienischer Kapellen des 14. Jahrhunderts / vorgelegt von Karin Edlinger
Verfasser/ VerfasserinEdlinger, Karin
Begutachter / BegutachterinLein, Edgar
Erschienen2013
Umfang148 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) + DVD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Italien / Bettelordenskirche / Wandmalerei / Geschichte 1300-1400 / Italien / Bettelordenskirche / Wandmalerei / Geschichte 1300-1400 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-59044 Persistent Identifier (URN)
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Wandmalerei als Ordenspropaganda, Heiligeninszenierung und Familienrepräsentation [11.25 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeitet beschäftigt sich mit religiösen Bildprogrammen, speziell in Italien im 14. Jahrhundert. Es wird einleitend die Entstehung der Bettelorden aufgezeigt. Zudem findet der Versuch einer Erklärung statt, wie die Bettelorden es schafften, ihre Konventskirchen künstlerisch ausgestalten zu lassen, obwohl sie zunächst von einer bilderfeindlichen Haltung ausgingen und dem Armutsideal unterlagen. Dies kann teilweise mit privaten Stiftungen von einflussreichen Familien erklärt werden. Diese Stiftungen ermöglichten sowohl den Familien die Grablegung in den Sakralbauten, als auch die Anbringung eines Familienwappens, wie natürlich die Repräsentation nach außen. Dies war vor allem für die Orden von Nutzen, da durch die Stiftungen eine künstlerisch hochwertige Ausstattung der Kirchen ermöglicht wurde und dadurch konnten neue Anhänger beworben werden. Die privaten Stifter hatten jedoch keinen Einfluss auf das Bildprogramm.Die Franziskaner haben in ihrer Konventskirche in Florenz, in Santa Croce, eine Ordenspropaganda über das Medium der Wandmalerei vertrieben, welche ihren Ursprung jedoch schon früher in San Francesco in Assisi findet und als Vorbild für viele weitere franziskanische Bildprogramme dient. Auch in Santa Maria Novella, der Konventskirche der Florentiner Dominikaner ist ein Programm zu finden, welches den Orden nach außen repräsentieren soll und die dominikanischen Überzeugungen als einzig Wahre darstellen sollen. Die Spanischen Kapelle gilt als Beispiel für die Wandmalerei im Sinne der Heiligeninszenierung, denn Thomas von Aquin ist eine liturgisch sehr wichtige Wand gewidmet. Das letzte Kapitel der Arbeit enthält die Arenakapelle in Padua und gilt als Beispiel für die Familienrepräsentation, hier werden erstmals Belange und Wünsche eines privaten Stifters in ein christologisches Programm eingebunden.

Zusammenfassung (Englisch)

This diploma thesis shows examples of iconographic programs in chapels of the 14th century in Italy.First of all there will be an explanation how the big mendicant order of the Franciscans was originated. After, there will be shown, how their ideal of poverty could be arranged with the big frescoes in their churches. There will be a proof that the Franciscans had a centrally guided iconographic program. The origin of this program is in San Francesco in Assisi, where Saint Francis was shown in a fresco- cycle. These images were developed further and were examples for further diffusion.In Santa Croce, which is the conventual church of the Florentine Franciscans, there will be shownan Holy-Tree-Cycle, which is an absolute invention in franciscan programs. This thesis will also point out, that the Franciscans tried to preach their ideals and interests in mural paintings. With the example of Santa Maria Novella and the Spanish Chapel there will be proved, that also the Dominicans tried to propagate their congregation in mural paintings. In the Spanish Chapel, there is a christological cycle, which finds its climactic scene in the representation of Saint Thomas Aquin, which is depicted on a whole wall of the chapel. In Santa Maria Novella, allegory can be found all over the place. The illustration of Thomas Aquin is an example for the staging of Saints in the 14th century. The last chapter of this thesis is about the Scrovegni Chapel in Padua, which is deemed to be an example of family representation. Enrico Scrovegni is pictured in the big mural painting of the Last Judgement.So this degree dissertation shows the genesis and the backgrounds of the iconographic programs in Italian chapels of the 14th century.