Titelaufnahme

Titel
History, memory and representations of World War II in selected historiographic metafiction / vorgelegt von Miriam Wladkowski
Verfasser/ VerfasserinWladkowski, Miriam
Begutachter / BegutachterinLöschnigg, Martin
Erschienen2013
Umfang126 S. : Zsfassungen (2 Bl.) + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Vonnegut, Kurt <Slaughterhouse-five> / Lively, Penelope <Moon Tiger> / Ondaatje, Michael <The English patient> / McEwan, Ian <Atonement> / Erinnerung <Motiv> / Geschichte <Motiv> / Krieg <Motiv> / Vonnegut, Kurt <Slaughterhouse-five> / Lively, Penelope <Moon Tiger> / Ondaatje, Michael <The English patient> / McEwan, Ian <Atonement> / Erinnerung <Motiv> / Geschichte <Motiv> / Krieg <Motiv> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-58861 Persistent Identifier (URN)
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History, memory and representations of World War II in selected historiographic metafiction [1.58 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Darstellung von Geschichte, Erinnerung und Krieg in ausgesuchten Werken seit dem Zweiten Weltkrieg. Zur Analyse wurden Kurt Vonneguts Slaughterhouse-Five, Penelope Livelys Moon Tiger, Michael Ondaatjes The English Patient, und Ian McEwans Atonement herangezogen. Obwohl diese Romane in unterschiedlichen Jahrzehnten nach dem 2. Weltkrieg veröffentlicht wurden, können sie alle dem postmodernen Genre der ?Historiographischen Metafiktion? zugeordnet werden und ähneln sich strukturell und thematisch in vielfältiger Weise. So weisen sie etwa ein gemeinsames Interesse am Prozess des Geschichtenerzählens und der Suche nach Bedeutung in der Vergangenheit auf. Im theoretischen Teil dieser Arbeit werden die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion in Geschichtsschreibung und Literatur untersucht und die Entwicklung hin zu einer postmodernen Ästhetik erörtert. Der Begriff "historiographische Metafiktion" wird ebenfalls definiert. Im Weiteren wird argumentiert, dass der 2. Weltkrieg eine Entwicklung zu mehr Relativismus und größerem Misstrauen gegenüber totalisierenden Ideologien eröffnete, was sich in selbst-reflektierender, metafiktionaler Literatur widerspiegelte. Der letzte Abschnitt des theoretischen Teils beschäftigt sich schließlich mit einigen Begriffen aus der Erinnerungsforschung. Erinnerung ist bedeutend, weil das erinnernde Selbst nur durch diese mit den Ereignissen, die es beschreibt, verbunden ist ? doch das Gedächtnis ist oft fragmentiert, unvollständig, fließend und veränderlich. Im Analyseteil der Arbeit wurden die Werke nach ihrer Darstellung von Geschichte, Erinnerung und Fiktion ebenso wie nach der Repräsentation des 2. Weltkrieges untersucht. Die Romane veranschaulichen die gegenseitige Abhängigkeit von Geschichte, Gesellschaft und persönlichem Erzählen und versuchen, Vergangenheit neu zu denken, indem sie die Aufmerksamkeit auf deren Textualität lenken.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis examines how history, memory and war are presented in four selected novels published since World War Two: Kurt Vonnegut?s Slaughterhouse-Five, Penelope Lively?s Moon Tiger, Michael Ondaatje?s The English Patient, and Ian McEwan?s Atonement. Although these authors wrote their texts in different decades after the Second World War, their novels all belong to the postmodern genre of ?historiographic metafiction? and resemble each other structurally and thematically in various ways, such as a shared interest in the act of storytelling, and the search for meaning in the past. The theoretical part of this thesis explores the borders between fact and fiction in historiography and in literature, and traces the development towards a postmodern aesthetic. The term ?historiographic metafiction? is also defined and discussed in this section. The argument is made that Word War II opened a door for more relativism and distrust of totalizing ideologies, which is reflected in self-conscious, metafictional literature. The last section of the theoretical part introduces some terms related to memory studies. Memory is important because the narrating self is removed from the events it describes; it can access those events only through memory ? but memory is often fragmented, fluid, incomplete, and changeable. In the analyses, each novel is examined for its treatment of questions related to history, memory and fiction, as well as for its representation of WWII. The novels all illustrate that story-telling can never be disinterested or objective, because the storyteller ? or narrating-I ? is never without self-interest: self-narration is always inevitably tied to one?s identity or self-conception. The novels also highlight the interdependence of history, society, and personal narrative and seek to re-conceptualize the past by drawing attention to its textuality.