Titelaufnahme

Titel
Religiös - spirituelles Befinden bei psychisch Kranken : erste Ergebnisse einer körper-zentrierten Achtsamkeitsmediation im klinisch-psychiatrischen Feld / vorgelegt von Andreas Johannes Eisner
Verfasser/ VerfasserinEisner, Andreas Johannes
Begutachter / BegutachterinUnterrainer Human-Friedrich
Erschienen2013
Umfang24 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Psychische Störung / Religiosität / Spiritualität / Psychische Störung / Religiosität / Spiritualität / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-58837 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Religiös - spirituelles Befinden bei psychisch Kranken [0.32 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die salutogene Wirkung von Religiosität und Spiritualität wurde vor allem in den letzten Jahren durch zahlreiche Studien gut belegt. Wenige Studien wurden allerdings zur Wirkung einer spirituellen Intervention bei psychiatrischen PatientInnen durchgeführt. Aus diesem Grund wurde in dieser Pilotstudie erstmals die Wirkung einer morgendlichen, körperorientierten Meditation auf das psychische Befinden, und die Möglichkeiten der Stressverarbeitung im Vergleich zum herkömmlich durchgeführten Morgenspaziergang untersucht. 44 PatientInnen (22 Frauen), wurden randomisiert zu den beiden Interventionen zugewiesen und jeweils zu Beginn und Ende der sechswöchigen Therapie hinsichtlich ihrer Befindlichkeit mittels standardisierter Fragebögen befragt. Insgesamt kann ein signifikanter Anstieg im religiös/spirituellen Wohlbefinden (p<.01), in der Achtsamkeit (p<.01) bzw. in adäquateren Methoden der Krankheitsverarbeitung (zumindest p<.05) berichtet werden. Dies ging mit einem Abklingen der psychiatrischen Symptombelastung einher (p<.01). Auch konnte der allgemein postulierte positive Zusammenhang zwischen Spiritualität und psychischer Gesundheit bestätigt werden (p<.01). Es ergaben sich allerdings keine Unterschiede zwischen den beiden Behandlungsmethoden (Meditation vs. Spaziergang; p>.05). Beide Interventionen zeigten somit einen gleich hohen positiven Effekt. Basierend auf diesen ersten Erkenntnissen können Möglichkeiten und Grenzen der Integration spiritueller Inhalte in die Behandlung von psychiatrischen PatientInnen diskutiert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

In recent years, positive effects of religiosity and spirituality on mental health can be found as well documented in the literature. However, very few studies examined the effects of a spiritual intervention technique among psychiatric patients. For this reason, in this pilot study we examined the effect of a morning body-oriented meditation in comparison to a conventional morning walk in regards to subjective well-being and stress coping styles in 44 randomly assigned psychiatric-patients (22 females). The patients? amount of subjective well-being as well as their coping ability were assessed at the beginning and at the end of a six weeks therapy. Thereby we found a significant increase in religious/spiritual well-being (p<.01), awareness (p<.01) and more adequate stress coping (at least p>.05), respectively. This was paralleled by a decrease of psychiatric symptoms (p<.01). Overall the general assumption of a positive association between spirituality and mental health was affirmed (p<.01). However, we found no differences between the two treatment methods (meditation vs. morning walk; p>.05). Both interventions showed the same positive efficacy. Based on these initial results, possibilities and boundaries for the integration of religious/spiritual issues into the treatment of psychiatric patients are discussed.