Titelaufnahme

Titel
Genetische Untersuchungen an ausgewählten Populationen der Bachforelle (Salmo trutta) in Kärnten / vorgelegt von Corinna Hecke
Verfasser/ VerfasserinHecke, Corinna Stefanie
Begutachter / BegutachterinWeiss Steven
Erschienen2013
Umfang73 Bl. : Zsfassung ; Ill, graph. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Kärnten / Forelle / Kärnten / Forelle / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-58449 Persistent Identifier (URN)
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Genetische Untersuchungen an ausgewählten Populationen der Bachforelle (Salmo trutta) in Kärnten [13.06 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit hatte zum Ziel, sämtliche bisher lukrierte populationsgenetische Daten der Bachforelle in Kärnten in einem großen Datensatz zu bündeln, um neue Daten zu erweitern und die Ergebnisse gesammelt auszuwerten. Hauptaugenmerk wurde dabei auf Populationen der hier ursprünglich beheimateten, danubischen (Donau-stämmigen) Bachforelle (Salmo trutta) gelegt. Die Proben, die aus knapp dreißig Bächen aus ganz Kärnten stammen, wurden anhand dreier genetischer Marker, der Kontrollregion der mitochondrialen DNA, des LDH-C1-Gens und acht Mikrosatelliten analysiert. Dass der überwiegende Teil der Bäche in Kärnten wiederholten Besatzmaßnahmen ausgesetzt war und noch immer ist, zeigt sich im Auftreten Genmaterials des atlantischen Typus der Bachforelle, das in Österreich südlich der Alpen und damit im Draueinzugsgebiet natürlicherweise nicht vorkommen sollte. Besatzmaßnahmen mit genetisch ungeeignetem Material haben dazu beigetragen, dass kaum eine Population nicht durch Introgression fremden Genmaterials beeinflusst ist. Trotz hoher Mortalitätsraten können Zuchtfische am Fortpflanzungsgeschehen Teil haben und so unvorteilhafte Gene in Wildpopulationen einbringen. Zu den nachteiligen Eigenschaften der Zuchtfische zählen eine schlechte Angepasstheit an lokale Gegebenheiten und Verhaltensstörungen, die sich durch Domestikationsbedingungen ergeben.Erfreulicherweise konnten fünf Populationen identifiziert werden, die bisher von Eingriffen verschont geblieben sind und aufgrund ihres genetischen Status noch als autochthon gelten. Oberste Priorität muss der Erhalt dieser einzigartigen Populationen haben. Zukünftig könnten sie als Ausgangspunkt für neue Zuchtstämme dienen, die das Fortbestehen vorhandener autochthoner Populationen sichern oder sogar neue Populationen in geeigneten Habitaten begründen könnten.

Zusammenfassung (Englisch)

The goal of the present study was to combine all the previously collected genetic data of brown trout (Salmo trutta) in Carinthia into one dataset, expand this dataset with new data and finally to produce one joint analysis. The main focus lies on indigenous populations that stem from the danubian lineage of brown trout, which should be the only native lineage of brown trout in Carinthia. The search for indigenous brown trout populations began more than a decade ago and the analysis now includes over 30 locations throughout Carinthia. These samples were analyzed with the help of three different molecular markers ? the control region of the maternally inherited mitochondrial DNA and two markers that are passed on to the offspring by both parents, the LDH-C1-gene and a set of microsatellites. The presence of Atlantic basin alleles that naturally should not be found in the Drau catchment, show the massive impacts of stock management programs, which continue to affect Carinthian rivers. Although hatchery-raised fish released into rivers have a poor survival rate compared to wild fish, both the high number of fish stocked and the many years over which stocking takes place, invariably leads to some percentage surviving and reproducing. Thus genes and gene complexes that are not well adapted to local conditions, or have been influenced by domestication processes, are continuously being brought into the populations, resulting in reduced fitness.Fortunately, five populations could be identified that show no signs of introgression with non-native fish. The preservation of these unique populations should be given a high priority and further offers enormous potential for management activities in the future. Those indigenous populations could function as the source of new breeding stocks and thereby the survival of indigenous populations could be assured or even new populations in suitable habitats could be established.