Titelaufnahme

Titel
Wahrgenommene Karriereunsicherheit von NachwuchswissenschafterInnen : Ergebnisse einer Online-Befragung an der Karl-Franzens-Universität Graz / von Thomas Wendler
Verfasser/ VerfasserinWendler, Thomas
Begutachter / BegutachterinOrtlieb Renate
Erschienen2013
UmfangII, 68 Bl. : 2 Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Karl-Franzens-Universität Graz / Karriere / Wissenschaftler / Interview / Karl-Franzens-Universität Graz / Karriere / Wissenschaftler / Interview / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-58420 Persistent Identifier (URN)
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Wahrgenommene Karriereunsicherheit von NachwuchswissenschafterInnen [0.31 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hochschulen unterlagen in den letzten Jahrzehnten einem Wandel, welcher vor allem durch Änderungen in der Finanzierung sowie einer gestiegenen Autonomie der Universitäten gekennzeichnet war. Diese Veränderungen ließen Managementpraktiken wie Budgetierung oder gezielte Human-Resource-Überlegungen in die Universitäten Einzug halten. Diese Entwicklung nimmt unter anderem Einfluss auf die Arbeitsverhältnisse sowie die Karrieren der NachwuchswissenschafterInnen, wobei die Befristung der Arbeitsverhältnisse durch das Ansteigen der Arbeitsplatzunsicherheit eine wesentliche Rolle spielt. Konzeptionell eng verknüpft mit dem Konzept der Arbeitsplatzunsicherheit, aber bisher weniger erforscht, ist die Karriereunsicherheit. Durch das diskontinuierliche Karrieremodell und die befristeten Arbeitsverträge an den österreichischen Universitäten sind vor allem die NachwuchswissenschafterInnen von der Karriereunsicherheit betroffen.In dieser Masterarbeit werden Faktoren erforscht, die Einfluss auf die wahrgenommene oder affektive Karriereunsicherheit des wissenschaftlichen Nachwuchses an der Karl-Franzens-Universität Graz haben. Auf Basis einer Online-Befragung im Rahmen eines universitätsweiten Projektes werden unter anderem die Work-Life-Balance sowie das Wissenschaftsbild, dass eine wissenschaftliche Karriere ein äußerst hohes Zeitinvestment erfordert, als zentrale Faktoren identifiziert. Die Ergebnisse zeigen auch einen geschlechterbezogenen Unterschied, der auf eine stärkere Wirkung dieser Faktoren bei Frauen hinweist. Weiters zeigen die Analysen, dass die Mobilitätsbereitschaft sowie der Wunsch in der Wissenschaft Karriere zu machen einen Einfluss auf die affektive Karriereunsicherheit der NachwuchswissenschafterInnen haben. Die Ergebnisse decken sich weitestgehend mit den bisher in der Literatur beschriebenen Ansätzen, wobei noch intensivere Forschung notwendig ist, um ein besseres Verständnis für die Problematik der Karriereunsicherheit an den Universitäten zu entwickeln.

Zusammenfassung (Englisch)

During the last decades universities went through a change that was especially characterized by changes in financial resources as well as increased autonomy. This transformation introduced management practices like budgeting or specific Human Resource policies into universities, which especially influenced the work contracts and the careers of junior scientists. Fixed-term contracts have a very important role within this process, as they create insecure working conditions and thus are a source of job insecurity. A concept that is closely related to job insecurity, but not as well researched, is career insecurity. Especially junior scientists are affected by the discontinuous career model as well as the fixed-term work contracts at the universities in Austria.In this masters thesis factors are investigated, that influence the perceived or affective career insecurity of the temporary employed junior scientists at the University of Graz. The thesis is based on an online survey that was conducted during a university-wide project. The results show that factors like the work-life balance or the pattern in science which suggests that a career in science demands a maximum of time investment, seem to be central to the analysis. Furthermore, results reveal gender differences, which show a higher influence of these factors on women. Analysis of the data also reveals that the willingness to be geographically mobile and the desire to make career in science influence the affective career insecurity. The results basically fit to the already existing outcomes that can be found in literature. However, in order to develop a better understanding for the problems connected with the insecure career paths at universities, more intense research on career insecurity is necessary.