Titelaufnahme

Titel
Inversions of the "Survival Myth" in contemporary Canadian narratives / vorgelegt von Melanie Braunecker
Verfasser/ VerfasserinBraunecker, Melanie
Begutachter / BegutachterinLöschnigg Maria
Erschienen2013
Umfang119 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Kanada / Literatur / Natur <Motiv> / Kanada / Literatur / Natur <Motiv> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-58273 Persistent Identifier (URN)
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Inversions of the "Survival Myth" in contemporary Canadian narratives [0.68 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Wir verbinden Kanada zumeist mit der Vorstellung von unberührter Natur und Wildnis, mit kristallklaren Flüssen, Wäldern, Winter, Schnee und mit wilden Tieren wie Bären, Wölfen oder Karibu. Kein Wunder also, dass sich die kanadische Literatur weitgehend mit Natur und verwandten Themen befasst. Die Natur nimmt jedoch eine ambivalente Position in der kanadischen Literatur ein. Die ersten europäischen Einwanderer waren von einer pessimistischen Grundhaltung gegenüber der Natur geprägt. Das ist nachvollziehbar, bedenkt man, dass sie in einem fremden, lebensfeindlichen Land ohne jegliche Infrastruktur überleben mussten. Die Einwanderer waren nicht nur der Gefahr zu erfrieren, zu verhungern oder von wilden Tieren angegriffen zu werden ausgesetzt ? sie waren auch mit einer unglaublichen Einsamkeit konfrontiert. Diese ständige Auseinandersetzung mit dem Tod und der tägliche Überlebenskampf fasst Margaret Atwood unter dem Begriff "survival myth" zusammen, eine Einstellung, die sich bei den ersten Berichten von Siedlern, wie z.B. Susanna Moodie oder Catharine Parr Traill beobachten lässt, aber auch noch in vielen Werken des 20. Jahrhunderts eine Rolle spielt. Heute hat sich das Verhältnis der Kanadier zur Natur nicht nur gänzlich gewandelt, sondern fast ins Gegenteil verkehrt, bedenkt man, dass es nun die Natur ist, die die Opferrolle einnimmt, indem Ressourcen, wie Holz und Erdöl schonungslos ausgebeutet werden. Wildnis und Natur werden täglich weiter zurückgedrängt ? eine Entwicklung, die nicht ohne Konsequenzen bleibt. Kanadische Autoren und Umweltschützer wie Sid Marty, Karsten Heuer und Charlotte Gill bemühen sich in ihren Werken die Schattenseiten des Raubbaus und der Globalisierung an den Tag zu bringen. Durch die genaue Betrachtung und Analyse ihrer Werke versteht sich die vorliegende Arbeit als Unterstützung im Kampf der oben genannten Autoren, um Aufmerksamkeit für einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur und für ein Überdenken unseres Konsumverhaltens.

Zusammenfassung (Englisch)

When we think of Canada, we connect it to nature, wilderness, lakes, forests, national parks, winter, snow and to wild animals such as bears or caribou. Therefore, it is no surprise that nature has figured quite prominently in Canadian literature from its beginning in the 19th century up to the 21st century. However, nature also played an ambivalent role in the early days of European immigration: settlers who arrived in what was to become Canada regarded nature rather negatively. This is understandable when considering that they had to survive in a vast, unknown and harsh country without any infrastructure to ease their struggle. Many immigrants had arrived in gleeful anticipation, but were disillusioned when confronted with the Canadian reality. Exposed not only to the danger of death by cold, starvation or wild animals, they also had to face solitude. Thus, their preoccupation with death and their struggle to survive gave way to an attitude which Margaret Atwod calls ?the survival myth? and which can indeed be observed in accounts of early settlers such as Susanna Moodie or Catharine Parr Traill, but also in many texts written in the 20th century.In the meantime, as I shall show in my thesis, the relation of Canadians towards nature has not only changed but has in fact been turned upside-down. Canadian nature has been tamed and has widely succumbed to the role of a victim. Canada's resources, including oil and timber, are exploited and the wild is forced back further and further every single day. However, this development comes at a high price. Canadian writers and environmentalists such as Karsten Heuer, Charlotte Gill and Sid Marty make an effort to expose the downsides of globalization and reckless exploitation of natural resources. This thesis thus aims to support their struggle for raising awareness for a responsible dealing of natural resources and for a rethinking of our own consumer behavior by making the textual strategies those authors employ visible.