Titelaufnahme

Titel
Dot Probe Spinne : frühe Aufmerksamkeitsprozesse bei Frauen mit Angst vor Spinnen : eine EEG-Studie / Livia Kern
Verfasser/ VerfasserinKern, Livia Magdalena
Begutachter / BegutachterinLeutgeb, Verena
Erschienen2013
Umfang126 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Frau / Spinnen / Phobie / Elektroencephalographie / Frau / Spinnen / Phobie / Elektroencephalographie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-58242 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Dot Probe Spinne [2.23 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Bedrohliche Reize scheinen die Aufmerksamkeit von PhobikerInnen im Sinne eines Aufmerksamkeitsbias schneller auf sich zu ziehen, als neutrale. Um diese frühen Aufmerksamkeitsprozesse bei Spinnenphobikerinnen zu analysieren, wurde in der vorliegenden Studie erstmals ein spinnenphobiespezifisches Dot Probe Paradigma mit der Messung elektrokortikaler Aktivität durchgeführt. 25 Spinnenphoibkerinnen und 23 Frauen ohne Angst vor Spinnen wurden dafür parallel zwei Bilder (Spinnen-, Ekel- und neutrale Bilder) für 100 oder 1500ms auf einem Bildschirm präsentiert und die Reaktion auf einen Punkt (Target), der anstelle eines der Bilder erschien, gemessen. Das Target erschien dabei entweder kongruent (auf ein Spinnen- oder Ekelbild folgend) oder inkongruent (auf eine neutrales Bild folgend) und die Probandinnen sollten die Position des Targets mittels Mausklick (links oder rechts) angeben. Erhoben wurden die Reaktionszeiten und die elektrokortikale Aktivität der Probandinnen. Die Dauer der Bilddarbietung wirkte sich auf die Reaktionszeiten und elektrokortikale Aktivierung der Probandinnen aus. Beide Gruppen reagierten nach langer Darbietung (1500ms) von Spinnen- und Ekelbildern schneller auf das Target, als bei kurzer. Außerdem bewirkten sowohl lange, kongruente Durchgänge mit Spinnen- und Ekelbildern, als auch lange inkongruente Durchgänge mit Ekelbildern, höhere P1 Komponenten in okzipitalen Bereichen bei Spinnenphobikerinnen. Eine längere Darbietungsdauer bedrohlicher Stimuli scheint schnellere Reaktionen, sowie höhere P1 Komponenten in okzipitalen Regionen zu bewirken. Zusätzlich wurde die Ekelempfindlichkeit und Ekelsensitivität der Stichprobe erhoben und zeigte deutliche Unterschiede zwischen den Gruppen: Spinnenphobikerinnen wiesen sowohl eine höhere Ekelempfindlichkeit, als auch ?Sensitivität auf und bewerteten die Spinnenbilder außerdem als gleich ekelerregend, wie die Ekelbilder. Die Bedeutung des Ekels innerhalb der Spinnenphobie konnte dadurch bestätigt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

In terms of an attentional bias, attention of phobic subjects seems to be more readily drawn to threatening than to neutral stimuli. To analyze these early attentional processes within spider phobics, the present study investigated a spider phobia specific dot probe paradigm performed with the measurement of electrocortical activity for the first time. Therefore, two images (spiders, disgust and neutral) were presented parallel on a screen for 100 or 1500 ms and the response to a small dot (target), which replaced one of the images, got measured. The target appeared either congruent (following a spider or disgust image) or incongruent (following a neutral picture) and participants should indicate the posttion oft he target via mouse click (left or right). The reaction times and electrocortical activity (ERP data) of the subjects got measured. It was found, that the duration of the image presentation had an effect on the reaction times and electrocortical activation of the subjects. Both groups showed faster responses to the target after a long presentation (1500 ms) of spider and disgust pictures, compared to short trials. Moreover, both conditions, long congruent trials with spider and disgust pictures, as well as long incongruent passages with disgust pictures, led to higher occipital P1 components in spider phobics. A longer duration of presentation of unpleasant stimuli appears to result in faster reactions and higher occipital P1 components. In addition, in this sample, the disgust propensity and disgust sensitivity was collected and showed significant differences between the groups: spider phobics showed higher disgust propensity and disgust sensitivity, compared to the control group and rated the spider pictures as equally disgusting than disgust images. The importance of disgust within the spider phobia could be confirmed. Nevidence of an attentional bias or reflexive attentional processes in spider phobics could be found.