Titelaufnahme

Titel
Assistierter Suizid : eine Alternative auch für Österreich? / eingereicht von Paula Glaser
Verfasser/ VerfasserinGlaser, Paula
Begutachter / BegutachterinRuckenbauer, Hans-Walter
Erschienen2013
Umfang117 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Sterbehilfe / Österreich / Sterbehilfe / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-58200 Persistent Identifier (URN)
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Assistierter Suizid [1.75 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Wunsch nach Autonomie und Selbstbestimmung am Lebensende rückt zunehmend in den Vordergrund. Eine Lösung scheint für immer mehr Menschen aktives Eingreifen zum ?raschen? Sterben zu sein. Der in einigen europäischen Ländern mögliche assistierte Suizid wird zunehmend diskutiert, eine Legalisierung gefordert. Beim assistierten Suizid stellt ein Dritter ? meist ein Arzt ? dem Sterbewilligen ein Tötungsmittel oder ein Rezept dafür zur Verfügung. Die Rechtsprechung ist in diesem Fall in den europäischen Ländern sehr unterschiedlich, es gibt keine einheitlichen Regelungen. In einigen Staaten sind aktive Sterbehilfe und assistierter Suizid unter bestimmten Bedingungen rechtlich möglich, in anderen verboten. Was sind nun die Gründe, die Wünsche nach einem selbstbestimmten Tod entstehen lassen? Nicht mehr leben, oder nicht mehr leiden wollen? Welche Ängste befallen Schwerkranke? Welchen Einfluss haben psychische Erkrankungen, Depressionen, sozialer und ökonomischer Druck auf den Todeswunsch? Ist ein Schwerkranker noch in der Lage selbstbestimmt zu entscheiden? Was ist rechtlich möglich und auch ethisch geboten? Kann die intensive Nutzung aller medizinischen Möglichkeiten eine Lebensverbesserung sein, oder bedeutet sie eine Verlängerung des Sterbeprozesses? Löst die Legalisierung des assistierten Suizids einen Dammbruch aus? Auch geht es um die Frage, ob es mit dem ärztlichen Ethos vereinbar ist, Menschen auf ihren Wunsch hin zu töten.Schließlich soll die Frage beantwortet werden, ob die Rahmenbedingungen in Österreich mit gut ausgebauter Palliativmedizin, Palliative Care, Hospizbewegung und strukturellen Stützmaßnahmen (Familienhospizkarenz, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht), Wünsche nach einem assistierten Suizid verringern helfen können?

Zusammenfassung (Englisch)

People's wish for autonomy and freedom of decision in their dying process has been gaining momentum lately. For more and more people active intervention to allow "quick" death seems to be a possible solution. Assisted suicide, which is already an option in some European countries, is being discussed, legislation demanded. With assisted suicide a third person, usually a doctor, provides the patient, who wishes to exercise his/her autonomy in the dying process, with a deadly substance or a prescription.Judiciary on that matter is extremely varied in the different European countries, there is no consistent regulation. Some states allow assisted suicide under certain circumstances, others don't. What are the reasons for the development of the wish to exercise that way of dying? Is it just not to live or not to suffer any longer? What fears do befall seriously ill patients? What impact do psychic illnesses, depression, social and economic pressure have on the actual wish to die? Is an extremely ill person still capable of making such a serious decision? What is legally possible, or, otherwise, ethically justifiable? Is the commitment to provide intensive medical care an improvement to life, or does it just mean prolonging the process of dying? Can or will legislation of assisted suicide lead to an expanded access to the process? Finally, the question arises whether killing a person at their own request is compatible with medical ethics.In the end the following question is to be answered: are the existing facilities in Austria, which among others provide palliative medicine, palliative care, and hospice movement, together with structural measurements like hospice leave for family members or a last will of the patient, helpful in reducing the number of assistant suicides?