Titelaufnahme

Titel
Der Intentionalitätsbegriff in der Philosophie Tim Cranes / vorgelegt von Stefan Reichmann
Verfasser/ VerfasserinReichmann, Stefan Egon
Begutachter / BegutachterinMarek Johann
Erschienen2013
Umfang121 S. : Zsfassung + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Crane, Tim / Intentionalität / Crane, Tim / Intentionalität / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-58063 Persistent Identifier (URN)
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Der Intentionalitätsbegriff in der Philosophie Tim Cranes [0.7 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit stellt Tim Cranes Intentionalitätskonzeption im Kontext zeitgenössischer Debatten in der Philosophie des Geistes vor. Da diese zumeist in englischer Sprache stattfinden, will die vorliegende Schrift hier gleichsam eine Versorgungslücke schließen und Anknüpfungspunkte zur deutschsprachigen Diskussion bereit stellen.Cranes Ausgangspunkt ist phänomenologisch: einen Geist zu haben impliziert, eine Perspektive zu haben. Ausgehend von dieser These entwickelt er einen Intentionalitätsbegriff (damit ist die Gerichtetheit des Geistes auf Gegenstände gemeint), der ihm eine Verteidigung von Brentanos These erlaubt, wonach alle und nur mentale Phänomene intentional sind (Intentionalismus). Gegen die These, wonach das Geistige in intentionale und qualitative Zustände zerfällt, verteidigt Crane die Einheit des Geistes. Was alle Geisteszustände gemeinsam haben, ist Intentionalität. Standard-Gegenbeispiele gegen eine solche Auffassung sind Schmerzen und Stimmungen, die angeblich nicht über Intentionalität verfügen. Cranes Einwände werden ausführlich diskutiert, danach seine eigene Auffassung skizziert. Im Zuge dessen erfolgt auch ein kurzer Abriss der verschiedenen Spielarten des Intentionalismus. Außerdem wird Cranes Verteidigung intentionaler Gegenstände vorgestellt; nach seiner Auffassung braucht eine adäquate Theorie geistiger Bezugnahme den Begriff eines intentionalen Gegenstandes. Zwei weitere Thesen werden diskutiert: erstens Cranes Internalismus, wonach Geisteszustände ausschließlich über intrinsische Eigenschaften des Subjekts, das sie hat, zu erklären sind, und zweitens Cranes Verteidigung der These, wonach Sinneserfahrung nicht-begrifflichen Gehalt hat.

Zusammenfassung (Englisch)

The concept of Intentionality in the Philosophy of Tim Crane (Stefan Reichmann)This thesis examines Tim Crane?s conception of intentionality in the context of contemporary philosophy of mind. It provides a German introduction to a thriving field of contemporary philosophy, as the bulk of the discussion is only accessible in English.Crane?s starting point is phenomenological: having a mind, he maintains, involves a perspective on things. From this starting point he develops a conception of intentionality, the mind?s direction upon its objects that allows him to defend the thesis of intentionalism. Intentionalism is the claim that all and only mental phenomena exhibit intentionality (sometimes referred to by Crane as Brentano?s Thesis). Included is a discussion of Cranes arguments for the indispensability of the concept of an intentional object. Crane?s discussion of (supposed) counter-examples to intentionalism such as pains and emotions and his treatment of these phenomena is dealt with in detail. Intentionalism implies the denial of the thesis that mental phenomena fall into two mutually exclusive categories: the intentional and the qualitative. Crane maintains the unity of the concept of mind.Two minor themes of the thesis are Crane?s defense of the claim that experience has non-conceptual content (that is, content that does not require the subject to possess the concepts that characterize the content in question) and his defense of internalism (sometimes referred to as individualism) which states that intentional content is individuated solely via intrinsic properties of subjects.