Titelaufnahme

Titel
Elektrokortikale Korrelate der Zahnbehandlungsphobie : Untersuchung von EKPs bei variiertem Aufmerksamkeitsfokus unter Symtomprovokation / Beatrix Pfeifer
Verfasser/ VerfasserinPfeifer, Beatrix
Begutachter / BegutachterinSchienle Anne
Erschienen2013
Umfang110 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Zahnärztliche Behandlung / Phobie / Elektrokortikogramm / Zahnärztliche Behandlung / Phobie / Elektrokortikogramm / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-57711 Persistent Identifier (URN)
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Elektrokortikale Korrelate der Zahnbehandlungsphobie [1.9 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Aus früheren EEG-Studien ging hervor, dass Phobiker/Innen bei der Konfrontation mit phobischen Reizen erhöhte Amplituden der ereigniskorrelierten Potentiale (EKPs) zeigten, wie die P300-Komponente und die Late Positive Potentials (LPPs). Diese Untersuchung sollte nun klären, ob sich die LPPs von Zahnbehandlungsphobikerinnen unter Symptomprovokation durch die Variation des Aufmerksamkeitsfokus beeinflussen lassen.Nach der Diagnostik wurden die EEG-Messungen vorgenommen, während den Probandinnen phobie-relevante Bilder präsentiert wurden oder neutrale Bilder. Um den Aufmerksamkeitsfokus zu variieren wurden den Probandinnen drei verschiedene Aufgaben (Ablenkung, Klassifikation und Schmerz) gestellt. Auch die Reaktionszeiten wurden erhoben und das subjektive Erleben der Probandinnen wurde erfragt. Die statistische Auswertung erfolgte mit den Daten von 32 Probandinnen (17 Phobikerinnen, 15 Kontrollprobandinnen).Die Phobikerinnen zeigten unter Symptomprovokation fronto-zentral während der Bedingungen Schmerz und Klassifikation im Vergleich zu den Kontrollprobandinnen höhere LPPs (600ms bis 1500ms). Ihre LPPs waren unter Symptomprovokation frontal bei der Schmerzbedingung höher als bei den anderen Bedingungen. Während der Bedingungen Schmerz und Klassifikation waren die Phobikerinnen unter Symptomprovokation fronto-zentral stärker aktiviert als bei neutralen Bilder. Eine größere emotionale Involviertheit und tiefere Verarbeitungsprozesse führten zum Teil zu längeren Reaktionszeiten. Die Phobikerinnen empfanden phobie-relevante Bilder als unangenehmer, aufregender, sowie als schmerz- und angstauslösender als die Kontrollprobandinnen. Die Probandinnen beider Gruppen empfanden Bilder mit Szenen von Zahnbehandlungen im Vergleich zu neutralen Bildern als unangenehmer, aufregender, schmerz- und angstauslösender.Kaum jemand bleibt von Zahnbehandlungen und den damit einhergehenden Reizen unberührt. Ablenkung während einer Zahnbehandlung kann für Phobikerinnen hilfreich sein.

Zusammenfassung (Englisch)

Previous EEG studies revealed that phobics, when confronted with phobic stimuli, showed enhanced amplitudes of event-related potentials (ERPs) like the P300 component and the late positive potentials (LPPs). So this study aimed to clarify whether the LPPs of dental phobics under symptom provocation can be influenced by the variation of the focus of attention.After diagnostics, EEG measurements were carried out while participants were confronted with phobia-relevant pictures or neutral pictures. To vary the focus of attention the participants were confronted with three different tasks (distraction, classification and pain). Furthermore reaction times were collected and the participants were questioned about their subjective experience. Statistical analyses were carried out with the data of 32 participants(17 phobics, 15 controls).Phobics under symptom provocation relative to controls at fronto-central sides showed enhanced LPPs (600ms to 1500ms) during the conditions called pain and classification. Under symptom provocation their LPPs at frontal sides during the condition called pain were more enhanced than under the other conditions. During the conditions called pain and classification phobics at fronto-central sides were more activated under symptom provocation than under the presentation of neutral pictures. A stronger emotional involvement and deeper levels of processing in some cases led to extended reaction times. Phobics relative to controls perceived phobia-relevant pictures as more negative, more arousing as well as more pain- and fear-eliciting. Participants of both groups perceived pictures featuring scenes of dental treatment relative to neutral pictures as more negative, more arousing as well as more pain- and fear-eliciting.Hardly anyone remains unaffected by dental treatment and related stimuli. Distraction during dental treatment can be helpful for phobics.