Titelaufnahme

Titel
Antworte ... BITTE! : E-Mail- und SMS-Roman als literarische Kunstform / vorgelegt von Sandra Mathelitsch
Verfasser/ VerfasserinMathelitsch, Sandra
Begutachter / BegutachterinVellusig Robert
Erschienen2013
Umfang103 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Deutsch / Briefroman / E-Mail / SMS <Telekommunikation> / Deutsch / Briefroman / E-Mail / SMS <Telekommunikation> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-57658 Persistent Identifier (URN)
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Antworte ... BITTE! [2.17 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Briefromane sind seit dem 18. Jahrhundert eine etablierte literarische Kunstform. Der Informationsaustausch hat sich in den letzten Jahren jedoch stark verändert, an Stelle von Briefen werden im privaten Bereich vorwiegend E-Mails und Kurznachrichten (SMS) ausgetauscht. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass diese elektronischen Kommunikationsformen auch Anreiz für literarische Umsetzungen bieten. In dieser Arbeit wird unter verschiedenen Gesichtspunkten beleuchtet, wie sich diese neuartigen Romanformen in den literarischen Kontext eingliedern. Nach einem einleitenden Kapitel über technische Aspekte der neuen Medien werden in einem ersten Teil ausgewählte E-Mail-Romane vorgestellt und analysiert. Am Beispiel der beiden reinen E-Mail-Romane von Daniel Glattauer, "Gut gegen Nordwind" sowie "Alle sieben Wellen", werden formale und inhaltliche Aspekte untersucht. Zusätzlich wird die Liebesbeziehung zwischen den beiden Protagonisten Emmi und Leo, die über einen langen Zeitraum nur aus deren E-Mail-Kontakten besteht, eingehender betrachtet. Unter denselben Gesichtspunkten wird auch der SMS-Roman "Aber ... wir leben!" von Anna Heesch und Alida-Nadine Kurras analysiert. In diesem Kapitel werden auch Unterschiede zwischen dem SMS-Roman und den E-Mail-Romanen dargestellt. Es zeigte sich, dass sich E-Mail- und SMS-Romane in die Tradition von Briefromanen eingliedern lassen. Eigenheiten der neuen Kommunikationsformen werden literarisch verarbeitet, ja sogar dramaturgisch eingesetzt. Obwohl die medialen Möglichkeiten, die E-Mail und SMS bieten, in einem Roman nicht detailgetreu wiedergegeben werden können, wird von den Autoren eine sehr glaubwürdige Imitation konstituiert. In einem abschließenden Kapitel werden kommunikative Weiterentwicklungen, wie Internetblogs oder die Social-Media-Plattform facebook, kurz erläutert und literarische Umsetzungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Zusammenfassung (Englisch)

Since the 18th century epistolary novels are an established literary genre. The exchange of information, however, has dramatically changed over the past few years. In private use hand-written letters have mostly been replaced by e-mails and short-messages. It is therefore hardly surprising that writers are attracted by turning these means of communication into novels. This papers looks at the new type of novels from different angles and how they fit into a literary context. After an introductory chapter on technical aspects of the new media, selected e-mail novels are being presented and analysed. Daniel Glattauer?s e-mail novels "Gut gegen Nordwind" and "Alle sieben Wellen" exemplary serve for the investigation of content and formal aspects. Furthermore one chapter depicts the love affair between the two main characters Emmi and Leo. A love which for a very long time only exists through their e-mail communication. The short-message novel "Aber . . . wir leben!" by Anna Heesch and Alida-Nadine Kurras is investigated under the same aspects. The respective chapter also illustrates the differences between e-mail and short-message novel. It shows that e-mail novel as well as short-message novel can likewise be incorporated into the tradition of epistolary novels. Special characteristics of these new forms of communication are used in writing and as a means of dramatization. Even though the possibilities emails and short messages offer, can of course not be conveyed in every detail, the authors paint a very real picture. In a final chapter further communication developments, such as blogs or social media like facebook and how they can possibly be translated into literature are being discussed.