Titelaufnahme

Titel
Verlassenschaftsinsolvenz : eine Untersuchung über das Zusammenspiel von Insolvenz- und Erbrecht / von Valentina Sauper
Verfasser/ VerfasserinSauper, Valentina
Begutachter / BegutachterinNunner-Krautgasser Bettina ; Pennitz Martin
Erschienen2013
Umfang265 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2013
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Österreich / Erbschaft / Insolvenzverfahren / Österreich / Erbschaft / Insolvenzverfahren / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-57536 Persistent Identifier (URN)
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Verlassenschaftsinsolvenz [1.55 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ist der Erbe mit einer überschuldeten Verlassenschaft konfrontiert, räumt das Gesetz fünf mögliche Vorgehensweisen ein. Neben den Möglichkeiten eine Erbschaft auszuschlagen und eine bedingte bzw eine unbedingte Erbantrittserklärung abzugeben, kann auch eine Überlassung der Nachlassaktiva an Zahlungs statt im Rahmen des Verlassenschaftsverfahrens sowie die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Verlassenschaftsvermögen beantragt werden. Die vorliegende Dissertation beschäftigt sich in erster Linie mit der letztgenannten Vorgehensweise, die dem Rechtsnachfolger einer überschuldeten Verlassenschaft offen steht, nämlich der Beantragung der Eröffnung eines Verlassenschaftsinsolvenzverfahrens. Es wird unter anderem untersucht von wem und unter welchen Voraussetzungen ein Insolvenzverfahren über das überschuldete Verlassenschaftsvermögen beantragt werden kann. Welche Auswirkungen die Insolvenzeröffnung und die Insolvenzaufhebung auf ein Verlassenschaftsverfahren haben, wird in der Dissertation ebenfalls behandelt. Hierbei wird vor allem auf die Möglichkeit einer Einantwortung nach Insolvenzaufhebung eingegangen.Meiner Meinung nach stellt die Verlassenschaftsinsolvenz ein sehr wichtiges Rechtsinstrument dar, dem in der österreichischen Lehre und Praxis bislang nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt wird. Vielmehr wird eine überschuldete Verlassenschaft in der Praxis häufig im Rahmen des Verlassenschaftsverfahrens an Zahlungs statt überlassen. Dass dieser Möglichkeit vor allem bei erheblich überschuldeten und komplexen Nachlässen nicht immer der Vorzug zu geben ist, sollen die Ausführungen in dieser Dissertation zeigen. Gleiches gilt für eine Gläubigerbefriedigung im Rahmen des Verlassenschaftsverfahrens nach insolvenzrechtlichen Grundsätzen, die den bedingt antrittserklärten Erben sowie den Verlassenschaftskurator offen steht. Sie stößt vor allem dann an ihre Grenzen, wenn viele Gläubiger vorhanden sind, deren Forderungen streitig sind.

Zusammenfassung (Englisch)

Is the heir confronted with an insolvent estate, law concedes five possible procedures. Besides the options of waiving one?s right in a succession and accepting the inheritance either absolutely or conditionally, it is possible to apply for an allocation of property in lieu of payment during a probate proceeding as well as to institute an insolvency proceeding. The following dissertation concentrates especially on the last mentioned procedure, namely the insolvency proceeding concerning the inheritance. It investigates by whom or under which conditions the insolvency of the inheritance can be applied. Furthermore it shows how the opening and the closing of insolvency proceedings influence probate proceedings. In this connection the possibility of a devolution after cancelling the insolvency proceedings is mentioned.In my opinion the insolvency of inheritance is a very important legal instrument, but Austrian teachings and practice do not pay the necessary attention to it. In fact more often the allocation of property in lieu of payment during a probate proceeding is used. However the explanations of my dissertation show that the last mentioned procedure is not really constructive in case of a significant overindebted or very complex estate. The same should be used to satisfy creditors during the probate proceedings, which can be either applied by the trustee of the estate or the heirs, who have allready accepted the inheritance conditionally. It is difficult to satisfy all creditors, when there are mainly contested claims.