Titelaufnahme

Titel
Übersetzungsfabrik Serbien? : Machtbeziehungen im literarischen Übersetzungsfeld in Serbien aus Perspektive seiner AkteurInnen / vorgelegt von Dragica Marković
Verfasser/ VerfasserinMarković, Dragica
Begutachter / BegutachterinWolf, Michaela
Erschienen2013
Umfang128 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Serbien / Literatur / Übersetzer / Serbien / Literatur / Übersetzer / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-57519 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit wird das Übersetzungsfeld in Serbien anhand der drei AkteurInnengruppen Verlage, ÜbersetzerInnen und LektorInnen untersucht. Es wird davon ausgegangen, dass ins Serbische vorwiegend aus so genannten großen Sprachen, wie aus dem Englischen, übersetzt wird, wobei die Zahl der Literaturübersetzungen einen großen Anteil an der Übersetzungsproduktion ausmacht. Des Weiteren wird angenommen, dass die sozialen AkteurInnen in unterschiedlichem Maße verschiedene Kapitalarten besitzen, die für die Reproduktion von Macht ausschlaggebend sind. Zur Überprüfung dieser Hypothesen wird zunächst die Feldtheorie von Pierre Bourdieu als theoretischer Rahmen der vorliegenden Arbeit vorgestellt. Im Anschluss wird der Versuch unternommen, Serbien im internationalen Übersetzungsfeld zu positionieren. Darauf folgt die Präsentation der sozialwissenschaftlichen Grundlagen, in denen der Fragebogen als Instrument der schriftlichen Befragung dargelegt wird. Befragt wurden die ÜbersetzerInnen, die Verlage und die LektorInnen, wobei für jede Gruppe der Befragten jeweils ein Fragebogen entwickelt wurde. Im Rahmen der Datenanalyse aus den Fragenbögen wird aufgezeigt, dass die Literaturübersetzungen je nach der Angabenquelle sogar 50-62% aller Übersetzungen ins Serbische ausmachen, wobei die meisten Übersetzungen ? wie zu erwarten ? aus dem Englischen stammen. Außerdem wird in der Analyse gezeigt, dass die ÜbersetzerInnen und die LektorInnen in Serbien, obwohl sie verschiedene Kapitalarten im Feld investieren, nicht in der Lage sind, ihre Arbeitsbedingungen zu beeinflussen. Dabei sehen sich weder ÜbersetzerInnen noch LektorInnen für ihre schlechte Positionierung im Feld verantwortlich. Die Verlage hingegen erscheinen als die einflussreichste AkteurInnengruppe, da sie die meisten Kapitalformen im Feld investieren, von denen das ökonomische Kapital eine entscheidende Rolle zu spielen scheint. Die Hypothesen können somit in den oben genannten Punkten bestätigt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper explores the field of translation in Serbia, based on three groups of agents: publishers, translators and proofreaders. It is assumed that the translation into Serbian language is done prevalently from the so-called major languages, such as English, in which literary translations take a large share in the translation production. It is further assumed that social agents possess different amounts of different capital, crucial for the reproduction of power. In order to validate these hypotheses, the first to be presented is "Field Theory" by Pierre Bourdieu, as a theoretic frame of this work. Further, an attempt is made to position Serbia in the international field of translation. What follows is the presentation of the socio-scientific basis, within which a questionnaire is presented, as the surveying instrument. The surveyees were translators, publishers and proofreaders, with a different questionnaire made for each group of surveyees. Within the data analysis it is indicated that the share of literary translation, depending on the source, accounts for 50-62% of all translation into Serbian language. What is also indicated in the analysis is that translators and proofreaders in Serbia, though investing varied kinds of capital in the field, are nevertheless unable to influence their working conditions. However, neither translators, nor proofreaders see themselves responsible for their low position in the field. On the contrary, publishers appear as the most influential group of agents, as they invest the most varied kinds of capital in the field, of which economical capital, it seems, plays the crucial role. Thus, regarding the abovementioned aspects, the hypotheses can be verified.