Titelaufnahme

Titel
Who can fix the great machine? : democracy and vigilantism in ex machina / vorgelegt von Julia Hager
Verfasser/ VerfasserinHager, Julia
Begutachter / BegutachterinRieser Klaus
Erschienen2013
Umfang62 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)USA / Demokratie / Selbstjustiz / Massenmedien / Superheld / Comic / USA / Demokratie / Selbstjustiz / Massenmedien / Superheld / Comic / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-57480 Persistent Identifier (URN)
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Who can fix the great machine? [1.57 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Meine Arbeit widmet sich der Frage, welche moralische Verantwortung wir als Bürger und als Teil eines demokratischen Systems tragen, und beleuchtet die zur Verfügung stehenden systemverändernden Maßnahmen anhand des Superheldencomics Ex Machina. Ich argumentiere, dass die Analyse eines Massenmediums (dessen Inhalt sich an den vermeintlichen Interessen und Sensibilitäten einer möglichst breiten Zielgruppe orientiert) Aufschluss gibt über die vorherrschenden Einstellungen gegenüber Demokratie und Vigilantismus im spätkapitalistischen Amerika. Da jede moralische Frage eine Frage der Organisation der Gesellschaft im Ganzen aufwirft (vgl. Adorno 2000: 176), widmet sich die Analyse der verschiedenen politischen Umsetzungen der Absicht, gesellschaftlichen Wandel herbeizuführen.Meine These besagt, dass der demokratische Held scheitert die politische Maschinerie von Innen zu reparieren, weil seine reformative Ausgangshaltung dem Druck von Machterlangung und Machterhaltung nicht standhält. Im Zwiespalt zwischen politischem Einfluss und reformativer Ideologie gefangen, wird er langsam selbst zur Spitze des Systems, welches er ursprünglich zu verändern suchte.Sein Antagonist identifiziert das ökopolitische System als wesenhaft böse und verweigert daher jede Kooperation mit dieser vorhandenen Machtstruktur. Seine Absicht ist reaktionär und orientiert sich and der Wiederherstellung der mythifizierten Vergangenheit der USA. Obwohl seine radikale Kritik an der Amerikanischen Formaldemokratie keinen Grundkonsens in der Bevölkerung wiederspiegelt, bedient er das Narrativ von zivilem Ungehorsam, das sich in der Amerikanischen Geschichte von M. L. King Jr. über H. D. Thoreau bis hin zur Declaration of Independence erstreckt. Zuletzt widmet sich die Arbeit den Opfern der formalen Demokratie in Anlehnung an Butlers ungrievable und bespricht Adornos Moralphilosophie in Hinblick auf das moralische Handeln im unmoralischen Handlungumfeld.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper provides an in-depth analysis of the American superhero comic Ex Machina and reviews the protagonists? different stances on how to effect societal improvement. The comic poses questions of moral civic duty and democratic responsibility in late capitalist America. Since any question of morality entails the question of the organization of the world (cf. Adorno 2000: 176), the comic offers symbolic political approaches on how to inflect the great machine of society. In my thesis I argue that the democratic superhero fails to repair the political system from within because his reformative ideology does not resist the pressures involved in gaining and maintaining the power necessary to effect political change.His vigilante antagonist wants to restore the nostalgic memory of a great, mythified national past. He is marked by powerlessness and does not succeed in realizing his reactionary public vigilante mission. Although his radical critique of American democracy disagrees with dominant American political ideas, his non-cooperation with the state as a form of civil disobedience revives American narratives of M. L. King Jr., H. D. Thoreau, and the Declaration of Independence. The powerless vigilante is killed by the great political machine personified by the democratic superhero; his death is caused by ultimate resistance to evil, and can therefore be considered a heroic act.To conclude my thesis, I am looking at those characters who constitute the victims of the system in Ex Machina, with regard to what Butler termed the ?ungrievable.? Finally, I use Adorno?s moral philosophy to make sense of the irresolvable deadlock situation in the comic that boils down to the question of how to be moral in an immoral capitalist system.