Titelaufnahme

Titel
Neue Wege der Bestattungs- und Trauerkultur : die Situation des Grazer Bestattungsmarktes, seine Motoren des Wandels sowie Einblicke in eine Thanatosoziologie der Gegenwart / Katrin Ruckenstuhl
Verfasser/ VerfasserinRuckenstuhl, Katrin
Begutachter / BegutachterinMoebius Stephan
Erschienen2013
Umfang77 Bl. : 2 Zsfassungen
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Graz / Bestattungsritus / Graz / Bestattungsritus / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-57374 Persistent Identifier (URN)
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Neue Wege der Bestattungs- und Trauerkultur [0.32 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Schon seit einiger Zeit lassen sich innerhalb der Trauer- und Bestattungskultur diverse Veränderungen feststellen. Einerseits bilden sich neuartige Bestattungsmethoden heraus, andererseits verändern sich Trauerpraktiken sowie die dafür vorgesehenen Trauermöglichkeiten unserer Gesellschaft. Diese Veränderungen sind nicht nur im Bereich der gesellschaftlichen Trauer feststellbar, auch innerhalb des wissenschaftlichen Bereiches haben sich deutliche Umgestaltungen ergeben. Themen wie Sterben, Tod und Trauer konnten sich in den letzten Jahren auch auf wissenschaftlicher Ebene etablieren und zu eigenständigen Fachbereichen heranwachsen. Auch innerhalb der Soziologie entwickelte sich ein eigenständiges wissenschaftliches Feld, welches allgemein unter Thanatosoziologie oder der Soziologie des Todes bekannt ist. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich sowohl mit Theorien einer vergangen Thanatosoziologie, wie beispielsweise der Annahme einer allgemeinen Todesverdrängung, als auch mit Erkenntnissen der gegenwärtigen Situation dieses wissenschaftlichen Bereiches. Mögliche Ursachen dieses Wandels werden herausgefiltert und stellen den Kern dieser Arbeit dar. Unter anderem haben eine zunehmende Professionalisierung im Bereich des Trauer und Bestattungswesens sowie die Individualisierung der Gesellschaft dazu beigetragen, dass ein allgemein offenerer Umgang mit Todesthemen (die den fremden Tod betreffen) vorherrschend ist und im Bereich des eigenen Todes ein deutlicher Fokus auf die individuelle Gestaltung des eigenen Ablebens gelegt wird. Anhand theoretischer Aufarbeitung einer Thanatosziologie der Gegenwart sowie sechs qualitativen Interviews mit ExpertInnen des Grazer Bestattungswesens wird erläutert, dass die Trauer- und Bestattungsbranche sowie ihr wissenschaftliches Pendant stetigen Veränderungen unterliegen. Daher soll diese Arbeit ein umfassendes Bild einer Thanatosziologie der Gegenwart sowie zukunftsweisende Tendenzen präsentieren und erklären.

Zusammenfassung (Englisch)

For some time there have been various changes within the current mourning culture. On the one hand there are a numerous new ways of burial, on the other hand there are tremendous changes within the existent situation of mourning and their ways of expression. Not just that the cultural sides of mourning and burial are changing, you can also find various changes inside the academic sphere. In recent years issues like death and mourning have grown to independent disciplines within the Academics. Sociology brought out an own field called Thanatosociology, or also named sociology of death. The intention of this paper is to show the situation of past Thanatosociological theories. One of them is the ?Theory of Repression of the Reality of Death? that also presents current theories of the modern Thanatosociology. This paper defines the changes of a present mourning and grief culture and also shows the reasons for this change. Increasing professionalization and individualization of society causes far more open handling with topics like death and dying (concerning other people?s death). Nowadays a strong increase of precaution like healthcare and funeral insurances can be followed, as well as individual design possibilities in case of the own death and funeral. This paper is based on two strategies showing how the scientific field is working, theoretical Thanatosociological theories of the present time and six qualitative interviews with experts from the funeral branch in Graz. It shows that the current mourning culture of society is an ongoing process, which includes continuing changes within time. Also the academic sphere of this content is in constant move. It aims to show an overall view of the situation of Thanatosociology and its current theories, as well as the mourning and funeral culture of present time. This paper shows how the situation of this specified field may change in the future and which possible future trends for death and funerals can be expected.