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Title
Der Internationale Karlspreis zu Aachen - ein Preis zur europäischen (West-) Integration?! : die Karlspreisträger bezugnehmend auf die Europapolitik von 1950 bis 1989 / vorgelegt von Petra Schabiner
AuthorSchabiner, Petra
CensorPrettenthaler-Ziegerhofer, Anita
Published2013
Description128 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) + 1 CD-ROM ; Ill.
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Annotation
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Karlspreis / Preisträger / Geschichte 1950-1989 / Karlspreis / Preisträger / Geschichte 1950-1989 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-57269 Persistent Identifier (URN)
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Der Internationale Karlspreis zu Aachen - ein Preis zur europäischen (West-) Integration?! [2.22 mb]
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Abstract (German)

Kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges gründete der Aachener Textilkaufmann Dr. Kurt Theobald Pfeiffer den Lesekreis "Corona Legentium Aquensis". Anhand von Diskussionen, Ausstellungen und Vortragsreihen beschäftigten sich dessen Mitglieder mit der Frage, wie der Friede in Europa künftig gewahrt werden könnte. Vor allem in der Einigung Europas sahen sie eine Möglichkeit, militärische Auseinandersetzungen in Zukunft zu verhindern. Aus diesen Überlegungen heraus kam es im Dezember 1949 zur Proklamation des "Internationalen Karlspreises zu Aachen." Mit dem Preis sollen Persönlichkeiten und Institutionen ausgezeichnet werden, welche sich für Europa ? für dessen Frieden und Freiheit ? und die europäische Integration einsetzen. Aufgrund ihrer geografischen Lage und historischen Bedeutung als ehemalige Residenzstadt Karl des Großen fühlt sich Aachen bis heute dazu berufen, nationale Gegensätze zu überwinden und die europäische Integration zu fördern. Bereits in der Zwischenkriegszeit wurde die Idee von einem friedlichen europäischen Zusammenschluss rege diskutiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden diese Gedanken in der Westhälfte Europas ihre Umsetzung. Mit der Gründung der "Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl" (EGKS) im April 1951 wurde der Grundstein für eine europäische Föderation gelegt. Es folgte die Gründung der "Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft" (EWG) und der "Europäischen Atomgemeinschaft" (EURATOM). Mit dem Fusionsvertrag von 1965 wurden neben einem gemeinsamen Gerichtshof und einem Parlament für EGKS, EWG und EURATOM, auch die übrigen Organe vereinigt. Die Karlspreisträger der Jahre 1950 bis 1989 haben durch ihren persönlichen Einsatz und Engagement wesentlich zum Erfolg dieser Entwicklungen in der Westhälfte Europas beigetragen.

Abstract (English)

Right after the end of the Second World War Dr. Kurt Theobald Pfeiffer, a trader in Aachen, founded the reading circle "Corona Legentium Aquensis". On the basis of discussions, exhibitions and courses of lectures the members occupied with the question, how the peace in Europe can be secured for the future. Especially the unity of Europe seemed to them a possibility, how a military conflict can be avoided. Out of these considerations, in December 1949 "The International Charlemagne Prize of Aachen" has been proclaimed. With this award persons and institutions who campaigned for Europe ? its peace and freedom ? and for European integration are honoured. Due to its geographical location and its historical importance as former imperial residence of Charlemagne, Aachen feels itself also nowadays qualified to overcome national differences and to support the European integration. Already in the interwar period the idea of a peaceful European federation was lively discussed. After the Second World War these thoughts were realized in the western part of Europe. By founding the "European Coal and Steel Community" (ECSC) in April 1951, the cornerstone for the European federation was initiated. Afterwards the "European Economic Community" (EEC) and "European Atomic Energy Community" (EAEC) were founded. With the Merger Agreement of 1965 a common tribunal and a parliament for ECSC, EEC and EAEC as well as the remaining institutions were unified. Because of their personal effort and commitment of the Charlemagne Prize Winners from the years 1950 to 1989, they have significantly contributed to the development of the western part of Europe.